Uni Kiel ruft Studierende im Ausland zur Heimreise auf

Blick auf ein Gebäude der Christian-Albrechts-Universität. Foto: Carsten Rehder/dpa/Archivbild
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20. März 2020 - 14:30 Uhr

Die Kieler Universität rät ihren Studierenden im Ausland dringend, jetzt nach Deutschland zurückzukehren. Man sollte einen Auslandsaustausch möglichst beenden, sagte die Leiterin des International Centers der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Martina Schmode. Sie begründete diesen Rat mit der zunehmenden Ausbreitung des neuartigen Coronavirus, der Schließung von Hochschulen im Ausland sowie den erschwerten Rückreisebedingungen und der weltweiten Reisewarnung des Auswärtigen Amtes.

Viele Anbieter von Austauschprogrammen stellt die Corona-Krise vor große Herausforderungen. Der Verein für internationale Jugendarbeit (VIJ) betreue Au-pair-Kräfte unter anderem in England, Frankreich und Spanien, wo sie bei ihren Gastfamilien für die Kinderbetreuung zuständig sind. Man stehe mit den Betroffenen in Kontakt und setze zusätzlich auf Partnerbüros vor Ort, sagte Martina Langkowski-Schier aus dem Hamburger VIJ-Büro. Bislang gebe es noch keine Wünsche, nach Deutschland zurückzukehren. Im Ernstfall müssten sich die Au-pairs, ihre Eltern oder Gasteltern aber selbst um den Rückflug kümmern.

Patricia Zimnik, Pressesprecherin im Landesbildungsministerium, sagte, in den meisten Fällen werde die Rückreise von den Anbietern betreut. Das gelte auch für Sprachreisen sowie Work-and-Travel-Programme.

In Schleswig-Holstein sind sämtliche Schüleraustauschprogramme und Klassenfahrten von Schulen seit dem 11. März für den Rest des Schuljahres abgesagt. Nach Angaben des Bildungsministeriums seien derzeit keine Schülerinnen und Schüler mehr auf Klassenfahrt. Ab dem 1. August finde eine Neubewertung der Lage statt, sagte Zimnik. Das neue Schuljahr beginnt in Schleswig-Holstein nach den Sommerferien am 10. August.

Quelle: DPA