Zusammenstellung des Speiseplans beeinflusst Wirkung

Ungünstige Lebensmittelkombis: Warum Sie auf Weißbrot keine Marmelade essen sollten!

Toastbrot mit Marmelade
Für viele sieht so ein ganz normales Frühstück aus. Doch es gibt gute Gründe, Toast mit Marmelade vom Frühstückstisch zu verbannen.
iStock/ Dmitrii Ivanov

von Nora Rieder

Dass Cola, Gummibärchen und Pommes nicht gesund sind, wissen alle. Doch auch viele an sich gesunde Lebensmittel wie Hülsenfrüchte, schwarzer Tee oder Haferflocken verlieren ihre vorteilhafte Wirkung auf den Körper, wenn wir sie falsch kombinieren. Warum Müsli mit Joghurt oder schwarzer Tee mit Milch keine gute Idee sind.

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Warum Milchprodukte die Eisenaufnahme hemmen

Es gibt Lebensmittelkombinationen, die sind super: Wenn Vegetarier eisenreiche Lebensmittel wie Linsen, Vollkornhaferflocken oder Spinat zusammen mit Vitamin C-reichen Nahrungsmitteln wie Paprika beispielsweise essen, können Sie dadurch die Eisenaufnahme erhöhen. Und wer pflanzliches Eiweiß mit tierischem kombiniert, kann die biologische Wertigkeit des Eiweißes erhöhen. Mit anderen Worten: Es wird ein höherer Anteil des Eiweiße, das wir über die Nahrung aufgenommen haben, in körpereigenes Eiweiß umgewandelt. Doch so gut und gesundheitsfördernd manche Lebensmittelzusammenstellungen sind, so ungünstig sind andere:

Haferflocken mit Joghurt

Vollkornhaferflocken liefern viele komplexe Kohlenhydrate, viel pflanzliches Eiweiß und reichlich Ballaststoffe. Das alles sorgt dafür, dass unser Blutzuckerspiegel konstant bleibt und wir langanhaltend satt sind. Außerdem sind Haferflocken bei Vegetariern beliebt, da sie mit gut fünf Milligramm Eisen pro 100 Gramm einen relativ hohen Eisengehalt haben. Essen wir unsere Haferflocken jedoch mit Joghurt oder Kuhmilch, kann unser Körper das Eisen nicht verwerten. Denn das in den tierischen Milchprodukten enthaltene Calcium blockiert die Eisenaufnahme. Kombinieren Sie ihre Haferflocken oder das Müsli daher am besten mit pflanzlichen Joghurtalternativen wie Soja-, Kokos- oder Mandeljoghurt. Ein Glas Orangensaft zum Müsli unterstützt die Eisenaufnahme zusätzlich.

Lese-Tipp: Erst der Joghurt, dann die Gummibärchen! Wie die Ess-Reihenfolge unser Gewicht beeinflusst

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Warum Sie schwarzen Tee besser mit Zitrone statt Milch trinken sollten

Schwarzer Tee ist aufgrund des hohen Gehaltes an Gerbstoffen sehr gesund: Diese halten den Blutdruck und auch den Cholesterinspiegel in Schach, beruhigen Magen und Darm und wirken antibakteriell. Doch die enthaltenen Gerbstoffe sorgen auch für einen leicht herben, bitteren Geschmack. Daher geben viele Menschen Milch in den Tee. Das ist nicht nur in Großbritannien gang und gäbe, sondern auch in vielen Regionen Deutschlands, vor allem im Norden.

Doch aus ernährungsphysiologischer Sicht spricht einiges gegen diese Kombination: Denn das Eiweiß der Milch bindet die im schwarzen Tee reichlich enthaltenen Antioxidantien. Dadurch bringen sie den Tee ums seine entzündungshemmende und zellschützende Wirkung. Gleichzeitig blockiert das im schwarzen Tee enthaltene Koffein die Aufnahme von Calcium, welches die Milch liefert. Eine Schuss Zitrone im Tee hingegen pusht die Antioxidantienaufnahme.

Lese-Tipp: Cholesterin-Check: Woran merke ich, dass es gefährlich wird?

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Warum Sie fettiges Essen nicht mit Alkohol kombinieren sollten

Currywurst mit Pommes und Bier

Für viele gehört ein Glas Bier zu einem deftigen Essen wie Burger, Bratkartoffeln oder Currywurst mit Pommes einfach dazu. Dabei rächt sich diese Kombi doppelt: Zum einen liefert Bier deutlich mehr Kalorien als ein Glas Wasser oder eine Schorle. Zusammen mit fettigem Essen erhöht es also das Risiko für Übergewicht. Zumindest dann, wenn Sie diese Kombi regelmäßig verzehren. Zum anderen ist Alkohol ein Zellgift. Trinken wir ein Glas Wein, Bier oder Schnaps, baut unser Körper den enthaltenen Alkohol als erstes ab, um ihn so schnell wie möglich unschädlich zu machen. Folglich verlangsamt sich die Verdauung und das fettige Essen liegt noch länger und schwerer im Magen als ohnehin schon. Außerdem wird das Fett erst später abgebaut und landet folglich als Depot für schlechte Zeiten direkt auf den Hüften oder am Bauch.

Cola und Burger

Ein echtes Dickmacher-Duo sind übrigens auch Cola und Burger. Das liegt daran, dass der reichlich in Cola enthaltene Zucker die Fettverbrennung ausbremst. Folglich werden die Kalorien aus fetthaltigem Essen noch leichter in Depotfett umgewandelt. Und das tierische Eiweiß im Burger-Patty verstärkt diesen Effekt sogar noch einmal, da die Kombination aus Eiweiß und Fett vom Körper nur schwer verstoffwechselt werden kann. Wer seine Fettverbrennung ankurbeln möchte, sollte auf Eiweiß in Kombination mit frischem Gemüse, Salat oder Hülsenfrüchten setzen.

Lese-Tipp: Mit diesen 5 Tipps kurbeln Sie Ihren Stoffwechsel an - und nehmen auch ab!

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Warum Sie Hülsenfrüchte nicht mit Rotwein kombinieren sollten

Alkohol und Koffein

Wohl die meisten haben schon einmal ein Glas Bier oder Wein zu viel getrunken. Da erscheint es vielen sinnvoll, mit einem Kaffee wieder für einen klaren Kopf zu sorgen. Doch genau das kann fatale Folgen haben: Denn das enthaltene Koffein sorgt tatsächlich dafür, dass wir uns wacher fühlen. Das kann über den Rausch hinwegtäuschen. Besser: Reichlich Mineralwasser oder im Verhältnis 1:3 (ein Teil Saft, drei Teile Saft) verdünnte Fruchtschorle. Das hilft dem Körper dabei, das durch den Alkohol verursachte Flüssigkeitsdefizit auszugleichen und den Mineralstoffspeicher aufzufüllen. Vor allem Schorlen liefern reichlich Natrium und Kalium.

Rotwein und Hölsenfrüchte

Apropos Alkohol: Auch Rotwein kann die Verwertung bestimmter Nährstoffe blockieren. Vor allem beim Verzehr von Gerichten aus Hülsenfrüchten wie Linsen, Bohnen und Kichererbsen sollten Sie auf das Glas Rotwein besser verzichten. wird. Die im Rotwein enthaltenen Tannine (pflanzliche Gerbstoffe) hemmen die Aufnahme des in Hülsenfrüchten reichlich enthaltenen Eisens.

Lese-Tipp: Dauerhafte Haarglättung durch Tannin: Klappt das wirklich?

Spinat und Milchprodukte

Aus diesem Grund sollten Sie auch zu Mangold, Feldsalat und Spinat am besten keinen Rotwein trinken. Aber auch ein Auflauf aus Kartoffeln, Spinat und Käse oder eine Käse-Spinat-Omelette ist keine gute Idee: Denn neben vielen Vitaminen und Nährstoffen enthält Spinat auch Oxalsäure. Und diese blockiert die Aufnahme von Calcium, welches wiederum Käse reichlich liefert.

Lese-Tipp: #Der Apotheker klärt über Wechselwirkungen auf: Diese Medikamente sollten Sie niemals zusammen einnehmen!

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Warum Sie helles Brot nicht mit süßem Aufstrich essen sollten

In Sachen Frühstück scheiden sich die Geister: Während die einen auf Müsli mit Früchten oder Joghurt setzen, geht für die anderen nichts über ein Toast mit Wurst, Käse oder Marmelade. Doch vor allem mit der Kombi aus hellem Brot und süßem Aufstrich wie Honig, Nuss-Nugat-Creme oder eben Marmelade programmieren Sie das Leistungstief am Vormittag praktisch vor.

Denn sowohl das helle Auszugsmehl des Toastbrotes wie auch der Zucker des Aufstrichs lassen den Blutzuckerspiegel rasant ansteigen. Doch je stärker er ansteigt, umso schneller fällt er auch wieder ab. Denn ist reichlich Zucker im Blut, schüttet unser Körper umso mehr Insulin aus, um den Zucker in die Zellen zu schleusen. Die Folge: Der Blutzuckerspiegel fällt steil ab und wir haben wieder Hunger. Daraufhin schüttet unser Körper viel Insulin aus, um den Zucker aus dem Blut in die Zellen zu schleusen. Besser: Vollkornbrot mit Gemüseaufstrich und Tomate oder Müsli mit pflanzlichem Joghurt.

Lese-Tipp: DAS Lieblingsobst von Sportlern und Frühstücksmuffeln: Dennoch sollten Sie zum Frühstück keine Banane essen - zumindest nicht pur!