Ungewöhnliches Schuljahr endet in Niedersachsen und Bremen

Grant Hendrik Tonne (SPD), Kultusminister Niedersachsen. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild
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15. Juli 2020 - 4:42 Uhr

Monatelang keine Klassenarbeiten, keine Sportstunden und kein Unterricht im Schulgebäude: Die Corona-Pandemie hat das zweite Halbjahr des Schuljahres 2019/2020 mit Unterricht zu Hause geprägt. Die Freude auf die Sommerferien dürfte deshalb auch anders ausfallen als in anderen Jahren. An diesem Mittwoch ist für die Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen und Bremen der letzte Schultag vor den Ferien. Viele Kinder und Jugendliche erhalten ihre Zeugnisse, einige Klassen haben sie schon vorab bekommen, damit es in den Schulgebäuden nicht zu eng wird.

Nach den sechswöchigen Ferien will das niedersächsische Kultusministerium den Schulunterricht wieder hochfahren. Lehrer, Schüler und Eltern müssen sich auf mehrere Szenarien für das kommende Schuljahr einstellen. Diese reichen je nach Infektionslage vom eingeschränkten Regelbetrieb über eine Kombination von Präsenz- und Onlineunterricht bis zu erneuten Schulschließungen.

"Der Pflichtunterricht hat höchste Priorität im nächsten Schuljahr", sagte Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD). Erst wenn die Pflichtstunden abgesichert seien, sollten Lehrer für Arbeitsgemeinschaften oder Ganztag eingeplant werden. "Jeder Tag, an dem unsere Schülerinnen und Schüler zur Schule gehen können, ist ein guter Tag", sagte die Bremer Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD). Der Austausch mit Gleichaltrigen und das soziale Miteinander seien ebenso wichtig wie die Wissensvermittlung.

Quelle: DPA