Ungarn will härter gegen Flüchtlinge vorgehen

Nicht nur der Zaun soll sie abhalten - Ungarn will härter gegen Flüchtlinge vorgehen.
Nicht nur der Zaun soll sie abhalten - Ungarn will härter gegen Flüchtlinge vorgehen.
© dpa, Sandor Ujvari

28. August 2015 - 16:22 Uhr

Die Polizei werde an der Grenze künftig auch Wasserwerfer und Gummistöcke einsetzen

Die ungarische Regierung will härter gegen Flüchtlinge vorgehen, die über die grüne Grenze ins Land kommen. Die Polizei werde an der Grenze künftig auch Wasserwerfer und Gummistöcke einsetzen, erklärte Kanzleramtsminister Janos Lazar vor der Presse in Budapest.

Die Sicherheitskräfte würden derzeit an der Grenzlinie keinen Kordon bilden und die Flüchtlinge nicht aktiv am Betreten des Landes hindern. "Aber die Zeit dafür wird noch kommen", fügte Lazar hinzu.

Der Politiker bestätigte frühere Medienberichte, wonach die rechts-konservative Regierung nun auch die Armee gegen Flüchtlinge einsetzen wolle. Einzelheiten nannte er keine. Das Parlament werde in der kommenden Woche die dafür nötigen rechtlichen Voraussetzungen schaffen, sagte Lazar.

Ungarn baut derzeit einen Zaun an der 175 Kilometer langen Grenze zum südlichen Nachbarn Serbien. Die Sperranlage ist fast fertiggestellt. Dennoch strömen täglich Tausende Flüchtlinge ins Land. Die Polizei wendet bislang keine Gewalt gegen sie an, insofern sie sich den Anordnungen der Beamten nicht widersetzen.