Ungarn: Lebenslange Haft für rechtsradikale Roma-Mörder

12. Februar 2016 - 8:26 Uhr

Drei rechtsradikale Täter, die in Ungarn sechs Roma aus rassistischen Motiven getötet haben, sind zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Ihr Komplize, der an der Anschlagserie in den Jahren 2008 und 2009 beteiligt war, wurde zu 13 Jahren Haft verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Bei neun Anschlägen hatten die Täter laut Anklage insgesamt 80 Gewehrschüsse abgegeben und mit Dutzenden Molotow-Cocktails Häuser in Brand gesetzt, in denen Roma wohnten. Von dem Urteil in erster Instanz wurde auch eine politische Signalwirkung erwartet, weil Ungarns Regierung wegen ihres Umgangs mit Rechtsradikalen und Roma in der Kritik steht.