Ungarn führt Rauchverbot ein

15. Februar 2016 - 10:28 Uhr

In Ungarn gilt ab 2012 ein striktes Rauchverbot für öffentliche Räume. Dies beschloss das Parlament in Budapest mit großer Mehrheit. Befürworter und Gegner des Rauchverbots kamen aus allen politischen Lagern. Ob es im Parlament weiter ein Raucherzimmer geben wird, ist noch nicht ganz klar. Der Initiator der Gesetzesvorlage, Tamas Heintz von der Regierungspartei FIDESZ, habe auf diese Frage eine "ausweichende Antwort" gegeben, berichteten ungarische Medien.

Erlaubt bleibt das Rauchen laut Gesetz in den so genannten "Zigarren-Zimmern", über die manche Hotels verfügen. In diesen Zimmer dürfen allerdings weder Speisen noch Getränke serviert werden. Auch in Gefängnissen und psychiatrischen Einrichtungen darf geraucht werden, allerdings nur in eigens dafür bestimmten Zimmern. Dabei muss sichergestellt werden, dass der Rauch nicht in andere Räume zieht.

Bei Verstößen drohen Bußgelder in Höhe von 20.000 Forint (ca. 75 Euro) bis 50.000 Forint. Sie sollen ab 1. April 2012 verhängt werden. Nach Schätzung der Regierung rauchen 38 Prozent der Ungarn. Die Lungenkrebs-Häufigkeit des Landes sei eine der größten weltweit, hieß es.