27. Oktober 2017 - 12:02 Uhr

Der sogenannte 'Schlächter von Pakistan' wollte nach Österreich

Den Behörden in Ungarn ist der meistgesuchte Mann Pakistans ins Netz gegangen. Der 35-Jährige, der von den Ermittlern 'Schlächter von Pakistan' genannt wurde, soll als Auftragsmörder über 70 Menschen umgebracht haben. Er wollte sich in einer Gruppe illegaler Einwanderer nach Österreich schleppen lassen, berichtete der Sender BBC.

Im Wald in der Nähe von Boly verhaftete die Polizei den Serienkiller

Die österreichischen Behörden bekamen Wind davon und gaben ihren ungarischen Kollegen den entscheidenden Tipp, dass der Mann sich von Menschenschmugglern über Ungarn nach Österreich bringen lassen wollte. Die Gruppe konnte in einem Wald in der Nähe der Stadt Boly nahe der Grenze zu Serbien und Kroatien gestoppt werden. Unter den Menschen befand sich wie erwartet der Auftragskiller.

Der Mann, von dem laut BBC nur die Initialen A.Z. bekannt sind, wurde verhaftet. Die pakistanische Polizei hatte den 35-Jährigen international zur Fahndung ausgeschrieben. Seit mehreren Monaten war der Mann auf der Flucht. In seinem Heimatland stand er ganz oben auf der 'Most-Wanted'-Liste.

Über eine Auslieferung wird in den nächsten Tagen entschieden

Über eine mögliche Auslieferung nach Pakistan wird in den nächsten Tagen entschieden. "Dieser Fall zeigt einmal mehr, welchen Stellenwert internationale Vernetzung bei der Verbrechensbekämpfung hat", sagte der österreichische Innenminister Wolfgang Sobotka.