Überbesetztes Auto frontal gegen einen Baum geprallt

Mutter und Kind sterben bei Unfall: Fünf weitere Kinder verletzt

28. September 2020 - 9:16 Uhr

Zwei Kinder in Lebensgefahr

Eine Mutter und ihr elfjähriger Sohn sind nach einem schweren Autounfall bei Saterland in Niedersachsen gestorben. Die 37-jährige Fahrerin des Wagens starb noch am Freitagabend an der Unfallstelle, das Kind erlag am Morgen in einer Klinik den schweren Verletzungen. Die 32-jährige Beifahrerin und fünf weitere Kinder sind schwer verletzt.

26.09.2020, Niedersachsen, Saterland: Einsatzkräfte der Feuerwehr und der Polizei stehen an einem Unfallort. Bei dem schweren Verkehrsunfall im Landkreis Cloppenburg ist eine Mutter gestorben und sechs Kinder schweben in Lebensgefahr. Zudem wurde ein
Die Unfallursache ist noch nicht bekannt.
© dpa, -, exa

Mindestens ein Mitfahrer war nicht gesichert

Warum das Auto am Freitagabend rund 40 Kilometer östlich der deutsch-niederländischen Grenze auf gerader Strecke gegen einen Baum prallte, ist noch völlig unklar.

Auf jeden Fall war der für sieben Personen zugelassen Wagen mit den acht Insassen überbesetzt. "Wir müssen davon ausgehen, dass mindestens ein Mitfahrer nicht gesichert war", sagte ein Polizeisprecher. Alle Unfallopfer stammen ihm zufolge aus dem Kreis Cloppenburg.

Für die 37-jährige Fahrerin kam jede Hilfe zu spät. Rettungskräfte konnten sie nur noch tot aus dem zerstörten Auto bergen. Nach Erkenntnissen der Polizei war die Frau mit vier Söhnen unterwegs. Der Elfjährige war nach dem Unfall mit einem Rettungshubschrauber in die Niederlande geflogen worden, starb dort aber am Samstagmorgen. Von den drei weiteren Söhnen im Alter von 2 bis 10 Jahren schweben zwei in Lebensgefahr. Ein Junge sowie die 32-jährige Beifahrerin und ihre 9 und 13 Jahre alten Töchter gelten als schwer verletzt. 

Polizei lobt Ersthelfer

An der Unfallstelle im Landkreis Cloppenburg waren am Abend vier Hubschrauber und mehrere Rettungswagen im Einsatz. Zuvor hätten Ersthelfer die Verletzten sehr umsichtig versorgt, betonte der Polizeisprecher. Sie und Angehörige wurden an der Unfallstelle von der Psychosozialen Notfallversorgung betreut.

Nach ersten Ermittlungen war kein weiteres Auto an dem Unfall beteiligt. Eine Spurensuche habe keine entsprechenden Hinweise ergeben. Die 32-jährige Beifahrerin konnte zunächst nicht zum Unfallgeschehen befragt werden.