Unfälle zu Pfingsten: Zwei Tote und mehrere Schwerverletzte

Ein Rettungswagen fährt mit Blaulicht durch die Innenstadt. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild
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01. Juni 2020 - 20:20 Uhr

Bei starkem Reiseverkehr sind am Pfingstwochenende auf den Straßen in Mecklenburg-Vorpommern zwei Menschen bei Unfällen getötet und sechs Menschen schwer verletzt worden. Unter den Schwerverletzten befinden sich zwei Kradfahrer, wie Polizeisprecher am Montag in Rostock und Neubrandenburg erklärten. Die Unfälle mit tödlichem Ausgang ereigneten sich am Sonntag bei Barth (Vorpommern-Rügen) und unweit von Hohenkirchen bei Wismar. Im Abreiseverkehr am Pfingstmontag kam es unter anderem zu Staus und Verzögerungen auf der Bundesstraße 111 von der Insel Usedom nach Wolgast sowie auf der Autobahn 20 an der Baustelle bei Tribsees (Vorpommern-Rügen) in Richtung Rostock.

Bei Barth starb ein dreijähriges Kind bei einem Frontalzusammenstoß zweier Autos. Wie ein Polizeisprecher erklärte, war ein 56-jähriger Autofahrer aus ungeklärter Ursache mit dem Wagen auf der Landesstraße 23 auf die Gegenfahrbahn geraten. Dort stieß er mit dem Auto eines entgegenkommenden 44-jährigen Fahrers aus der Region Anklam (Vorpommern-Greifswald) zusammen. Beide Fahrer und die Beifahrerinnen kamen schwer verletzt in Kliniken. Die Dreijährige, die im Auto des 44-Jährigen saß, starb noch an der Unfallstelle. Die Straße war über Stunden gesperrt.

In der Nacht zu Sonntag wurde ein 31-Jähriger auf der Landesstraße 2 bei Wismar getötet. Der Geschädigte saß laut Polizei in der Höhe von Hohenkirchen mitten auf der rechten Fahrbahnseite. Ein 41 Jahre alter Autofahrer bemerkte den dunkel gekleideten Mann gegen Mitternacht nicht rechtzeitig und erfasste ihn. Der 31-Jährige erlitt bei dem Zusammenstoß schwere Kopfverletzungen und starb im Krankenhaus in Wismar an den Folgen. Der Pkw-Fahrer erlitt einen Schock. Die Ermittlungen dauerten noch an.

Bei Klockenhagen südlich der Halbinsel Fischland-Darß stießen auch am Sonntag ein 54-jähriger Kradfahrer und ein Auto zusammen. Die Autofahrerin hatte den Biker beim Linksabbiegen vermutlich übersehen. Der Motorradfahrer wurde schwer verletzt, die 49 Jahre alte Pkw-Fahrerin blieb unverletzt. Die Zufahrt zur Halbinsel war eine Stunde gesperrt. Am Freitagabend waren auf der Kreisstraße 6 bei Retschow (Landkreis Rostock) ein Auto und ein Kradfahrer kollidiert. Dabei war der 53 Jahre alte Autofahrer aus bisher ungeklärter Ursache mit dem Wagen auf die Gegenspur geraten. Der 43 Jahre alte Kradfahrer erlitt lebensbedrohliche Verletzungen, sei aber nun außer Lebensgefahr, wie ein Polizeisprecher am Montag erklärte.

Nach einer Reihe schwerer Motorradunfälle seit Himmelfahrt, bei denen drei Biker gestorben waren, hatte die Polizei eindringlich mehr Aufmerksamkeit bei allen Kraftfahrern angemahnt.

Quelle: DPA