Finanzielle Hilfe zu gering

Unesco in großer Sorge: Fällt die Bildung Corona zum Opfer?

Bald wieder leere Klassenzimmer: Fällt die Bildung Corona zum Opfer?
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23. Oktober 2020 - 12:02 Uhr

Wie geht es mit der Schule weiter?

Als in der Corona-Krise der Lockdown kam, mussten auch die Schulen schließen. Alles nur vorübergehend, dachte man. Mittlerweile haben die Schulen zwar wieder geöffnet, aber wie in Zukunft ein reibungsloser Unterrichtsablauf gewährleistet werden soll, oder ob gar ein erneuter Schulausfall droht, weiß niemand. Die UN-Kulturorganisation Unesco schlägt deswegen nun Alarm. Sie befürchtet, dass die Bildung in der Pandemie-Bekämpfung finanziell viel zu kurz und so letztlich unter die Räder kommt.

Unesco: Zu wenig Investitionen in die Bildung

In nationalen Krisenplänen für einen Wirtschaftsaufschwung seien im Durchschnitt weniger als ein Prozent für Bildung und Ausbildung reserviert, teilte Unesco-Generaldirektorin Audrey Azoulay nach einem Treffen zur Bildungspolitik mit. Die Zusammenkunft per Videokonferenz, an der auch Staats- und Regierungschefs teilnahmen, war von der Unesco und den Regierungen Ghanas, Norwegens und Großbritanniens einberufen worden.

"Während die Länder schwierige Entscheidungen und Kompromisse machen, (...) muss die Bildung unsere absolute Priorität sein, unser Stützpfeiler des Aufschwungs", sagte Azoulay. In einer Erklärung sprachen sich die Teilnehmer unter anderem dafür aus, die Wiedereröffnung von Schulen zu ermöglichen und Lehrer zu unterstützen.