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Unbekannter Jogger aus Berlin identifiziert: Ein Schlüssel half, das Rätsel zu lösen

Im Koma liegender Jogger aus Berlin identifiziert
Der Jogger, der seit vier Monaten im Koma liegt, konnte identifiziert werden, © Polizei

Berlin: Der Mann ist seit vier Monaten im Koma

Vier Monate hat die Berliner Kripo versucht, die Identität eines Mannes zu klären. Er war Mitte März beim Joggen im Park zusammengebrochen und liegt seitdem bewusstlos im Krankenhaus. Jetzt ist das Rätsel gelöst: Es handelt sich um einen 74-jährigen Deutschen mit iranischen Wurzeln. Den entscheidenden Hinweis erhielt die Polizei jetzt zu einem der beiden Schlüssel, die er bei sich getragen hatte.

Rätselhafter Fall für Polizei und Berliner Charité

Die Behörden hatten zuletzt Polizeischüler rausgeschickt, die im Radius von zwei Kilometern zum Fundort alle Häuser checkten. Zu einer der rund 1.000 Haustüren musste der Schlüssel doch passen. Aber die Suche blieb ohne Erfolg.

Genauso rätselhaft war dieser Fall indes für die Charité. Der Mann hat ergrautes Haar, buschige Augenbrauen und eine gute Figur für einen Senior im Alter zwischen 60 und 70 Jahren. Er ist durchtrainiert. Die Charité verlegte ihn auf der Intensivstation in ein Doppelzimmer - damit er nicht zu einsam ist. 

Sogar eine Zahnprothese setzte die Polizei dem Mann ein

Schlssel
Diese Schüssel hatte der Unbekannte bei sich (Foto: Polizei)

Am 13. März war der lange unbekannt gebliebende Senior im Volkspark Wilmersdorf beim Joggen zusammengebrochen. Er schlug unglücklich mit dem Kopf auf einen Stein auf. Passanten fanden ihn bereits bewusstlos. Seitdem suchte die Kripo nach einem Anhaltspunkt, wer dieser Mann ist. Die Polizei veröffentlichte mehrfach Fotos. Beim zweiten Mal hatte sie ihm seine Zahnprothese einsetzen lassen, damit man ihn vielleicht besser erkennt.

Schlüssel-Hinweis bringt Licht ins Dunkle

Für einen Obdachlosen war der Mann viel zu gepflegt: gut rasiert, gesunde Haut, keine Narben. Dazu eine orangefarbene Joggingjacke, ein schwarzblaues Laufshirt und eine schwarzblau-rosafarbene Jogginghose - alles in Größe L. Die Füße steckten in weiß-roten Laufschuhen von Reebok, Größe 44,5. Dazu noch die Zahnprothese.

Auch eine DNA-Probe hatte die Polizei schon genommen. Doch wenn Angehörige kein Genmaterial von sich preisgeben, geht ein Abgleich ins Leere. Am Ende brachten die Schlüssel den Durchbruch in den polizeilichen Ermittlungen. Nähere Angaben zum Schlüssel-Hinweis, der den mysteriösen Fall aufklärte, machte die Polizei bislang nicht.

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