UN: Moderate Töne von Ahmadinedschad

15. Februar 2016 - 10:10 Uhr

Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat sich bei seiner letzten Rede vor der UN-Vollversammlung mit Angriffen auf den Westen und Israel weitgehend zurückgehalten. Anders als bei anderen öffentlichen Auftritten verzichtete Ahmadinedschad auf antisemitische oder antiwestliche Ausfälle oder die Leugnung des Holocausts. Der iranische Präsident ging mit keinem Wort auf den Bürgerkrieg in Syrien ein. Die USA und Israel hatten die Rede Ahmadinedschads boykottiert.

Ahmadinedschad beschrieb minutenlang den Zustand der Welt. Dabei sagte er auch über eine Übermilitarisierung der Welt: "Die ständige Bedrohung unserer großen Nation durch die unzivilisierten Zionisten sind ein klares Beispiel dieser bitteren Realität." Außerdem beklagte er den Zustand der Welt, die unter Hochrüstung, Arroganz und Armut leide. Verantwortlich machte er dafür jedoch nur allgemein "den Kapitalismus" oder "bestimmte Nationen".