UN: Hilfe im Kampf gegen Ebola zeigt erste Erfolge

© dpa, Geneva Univers

22. November 2014 - 15:56 Uhr

Ban: "Können Ausbruch bis Mitte nächsten Jahres stoppen"

Die internationale Hilfe im Kampf gegen Ebola zeigt erste Erfolge. In einigen Regionen in Westafrika steigt die Zahl der Neuinfektionen nicht mehr so schnell an. Allerdings sind vor allem in abgelegenen Gebieten mehr Helfer nötig.

Die bessere Zusammenarbeit von Regierungen, mehr Sicherheit bei der Bestattung der Toten und die internationale Hilfe brächten im Kampf gegen Ebola Fortschritte, sagte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon. "Wenn wir unsere Anstrengungen weiter forcieren, dann können wir den Ausbruch eingrenzen und bis Mitte nächsten Jahres stoppen." Auch der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Rudolf Seiters, ist zuversichtlich. "Wir sehen, dass die Sterblichkeitsrate bei Ebola-Infektionen in Westafrika deutlich gesunken ist auf aktuell rund 36 Prozent", sagte er der 'Rheinischen Post'.

WHO: Weiterhin große Ebola-Gefahr für Hilfskräfte

Die neuen Ebola-Fälle in Mali seien hingegen "sehr besorgniserregend", so Ban. Alle sechs in Mali bekannte Ebola-Infizierte sind an der Krankheit gestorben. Aus diesem Grund habe er seine Organisation angewiesen, umgehend in dem westafrikanischen Land tätig zu werden. Insgesamt verzeichnet die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nun 15.351 Ebola-Fälle. Mehr als 5.400 Menschen in Westafrika sind der Krankheit bislang erlegen.

Für die Hilfskräfte in den Ebola-Krisengebieten ist die Gefahr einer tödlichen Ansteckung weiterhin groß. Inzwischen seien 588 Helfer erkrankt, von denen 337 gestorben seien, teilte die WHO mit. In Liberia ist die Zahl der Betroffenen weiterhin besonders hoch. Danach folgen Guinea und Sierra Leone. Die Experten gehen von einer beträchtlichen Dunkelziffer bei den Fällen aus.