UN-Friedensmission: Bundeswehr wird in Liberia eingesetzt

Bis zu fünf Bundeswehrsoldaten könnten sich an der UN-Friedensmission in Liberia beteiligen. Motivbild
© REUTERS, FABRIZIO BENSCH

30. April 2015 - 12:54 Uhr

Bis zu fünf Soldaten sollen sich beteiligen

Auf die Bundeswehr kommt ein weiterer Einsatz in Afrika zu. Bis zu fünf Soldaten sollen sich im Führungsstab an der UN-Friedensmission im westafrikanischen Liberia beteiligen. Das Kabinett beschloss am Mittwoch zudem die Verlängerung des Marine-Einsatzes am Horn von Afrika. Dort sollen sich künftig nur noch bis zu 950 statt bisher 1.200 Soldaten an der Bekämpfung der Piraterie im Rahmen der EU-Mission 'Atalanta' beteiligen. Es bleibt aber der größte von bisher sieben Einsätzen in sechs afrikanischen Ländern.

Jetzt kommt der Einsatz in dem zuletzt von der Ebola-Epidemie schwer getroffene Liberia hinzu. Insgesamt beteiligen sich daran 5.865 Soldaten und Polizisten aus fast 60 Staaten. Die Mission wurde 2003 nach einem 14-jährigen Bürgerkrieg in Liberia beschlossen. Deutschland war bisher nur mit einigen Polizisten dabei. Die Beteiligung deutscher Soldaten soll bis zum 31. Dezember 2016 befristet werden.

Den Anti-Piraterie-Einsatz will die Bundesregierung bis zum 31. Mai 2016 verlängern. Derzeit beteiligt sich die Deutsche Marine mit der Fregatte 'Bayern' und einem Aufklärungsflugzeug vom Typ 'Orion'. Seit Beginn des Einsatzes 2008 hat sich die Situation vor der somalischen Küste deutlich verbessert. Seit 2012 haben die Piraten kein Schiff mehr entführt. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums gab es 2014 nur vier Versuche - die niedrigste Zahl seit Beginn der Operation.