RTL News>News>

UN: Folter in Mexiko weit verbreitet

UN: Folter in Mexiko weit verbreitet

Folter ist in Mexiko nach Einschätzung der Vereinten Nationen weit verbreitet. Die Schuldigen blieben zudem meist straffrei, sagte der UN-Sonderberichterstatter über Folter, Juan Méndez. Vor allem direkt nach Festnahmen würden Verdächtige häufig misshandelt

Méndez habe Beschwerden über Schläge, Elektroschocks und sexuelle Gewalt erhalten. Täter seien Mitglieder aller staatlichen Sicherheitsorgane, von den Streitkräften über die Polizei bis hin zur Einwanderungsbehörde. Er räumte ein, dass sich Mexiko im Kampf gegen das organisierte Verbrechen in einer komplexen Sicherheitslage befinde. Dennoch sei die Militarisierung ganzer Regionen des Landes besorgniserregend.

Méndez lobte die jüngste Justizreform, nach der Soldaten bei Verbrechen gegen Zivilisten künftig vor ordentlichen Gerichten angeklagt werden, und den Aufbau von Menschenrechtskommissionen im ganzen Land.