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UN erklärt zwei Regionen Somalias zu Hungergebieten

UN erklärt zwei Regionen Somalias zu Hungergebieten

Die Vereinten Nationen (UN) haben zwei Regionen in Somalia zu Hungergebieten erklärt. Die Katastrophe in dem von Anarchie und Gewalt gebeutelten Land am Horn von Afrika könnte sich noch ausdehnen, wenn nicht umgehend Hilfe bereitgestellt werde.

Der für die humanitäre UN-Hilfe in Somalia zuständige Mark Bowden sagte, die Gebiete Bakool und Lower Shabelle seien am schwersten von der Hungersnot betroffen, der schlimmsten seit 20 Jahren in der Region. Die Katastrophe könnte sich auf alle acht Regionen im Süden Somalias ausdehnen. Bowden warnte eindringlich, jeder Tag Verzögerung bei der Hilfe für Somalia entscheide über Leben und Tod für die Kinder und deren Familien in den Hungergebieten. Die UN brauchten in den nächsten zwei Monaten allein für Somalia 300 Millionen Dollar für die Nothilfe. Mehr als die Hälfte der etwa 3,7 Millionen Somalier seien von der Hungersnot betroffen.

Nach Angaben des UN-Welternährungsprogramms (WFP) sind insgesamt sogar 11,3 Millionen Menschen in Somalia und den Nachbarländern auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen.