Umweltorganisation sucht Ostsee-Landwirt des Jahres

27. Februar 2020 - 12:30 Uhr

Die Umweltorganisation WWF sucht erneut die besten Meeresschützer unter den Bauern an der Ostsee. Der WWF zeichnet jährlich Landwirte mit dem Titel "Ostsee-Landwirt des Jahres" aus, die den Austrag von Nährstoffen in die Gewässer mindern. Nach WWF-Angaben sind 97 Prozent der Ostsee zu stark mit Stickstoff und Phosphat belastet. Die Hälfte davon stamme aus der Landwirtschaft, teilte der WWF am Donnerstag mit.

Nitrat und Phosphat fördern das Massenwachstum von Algen und Bakterien. Sterben diese ab, werden sie von Sauerstoff zehrenden Bakterien am Meeresgrund zersetzt. Es entstehen sauerstofffreie tote Bodenzonen.

Viele Landwirte setzen bereits Maßnahmen gegen die Überdüngung um, wie der Referent für nachhaltige Landwirtschaft beim WWF, Michael Berger, zum Start der Bewerbungsphase sagte. Bis zum 3. April 2020 könnten sich Landwirte aus dem Wassereinzugsgebiet der Ostsee unter http://www.wwf.de/ostseepreis für den deutschen Titel bewerben. Er ist mit einem Preisgeld von 1000 Euro verbunden. In den teilnehmenden Ostsee-Anrainerstaaten werde zudem der internationale Sieger gesucht.

2019 gewann der Landwirt Wilfried Lenschow stellvertretend für die Agrargenossenschaft Bartelshagen 1 (Nordvorpommern-Rügen) den deutschen Wettbewerb. Den Wettbewerb um den Ostsee-Landwirt des Jahres gibt es seit 2009.

Quelle: DPA