25. November 2016 - 8:20 Uhr

Krebserregende Stoffe in Elbe gelangt

PCB ist ein giftiger Stoff, der beim Menschen zu Krebs führen kann und genau dieser Stoff gelangte durch Brückenarbeiten in Tschechien in die Elbe. Es entstand eine Giftwelle, die nun unaufhaltsam auf den Hamburger Hafen zurollt. Einen Versuch, die gefährliche Substanz zu entfernen, gab es bisher nicht.

Während Arbeiter in der tschechischen Stadt Usti nad Laben den Lack einer Brücke entfernten, gelangten dabei rund 100 Kilogramm des in Deutschland verbotenen Stoffes PCB in die Elbe. In der sächsischen Stadt Schmilka wurde bereits ein PCB-Gehalt gemessen, der 200fach über dem Grenzwert liegt.

Die Folgen eines Hochwassers wären zurzeit verheerend. "Wenn der Wasserstand steigt, wie im Winter üblich, wird es auf jeden Fall die Auen überziehen, das heißt die Elbufer überstreichen. Damit ist die Weidetierhaltung betroffen und auch möglicherweise der menschlichen Nahrungskreislauf", so Björn Marzahn von der Umweltbehörde Hamburg.

Tschechien weist Verantwortung von sich

Um die katastrophalen Folgen der Ausbreitung zu verhindern, müsste der vom PCB verseuchte Schlick entlang der Elbe restlos entfernt werden. Eine Aufgabe, die nicht nur Zeit, sondern auch viel Geld kostet. Möglicherweise ist das ein Grund dafür, weshalb Tschechien seine Verantwortung bisher von sich weist.