10. Januar 2019 - 22:16 Uhr

Neunjähriger stirbt in Aying bei München

In der Gemeinde Aying bei München haben Passanten einen neunjährigen Jungen gefunden, begraben unter den Schneemassen eines umgestürzten Baumes. Notärzte versuchten rund eine Stunde lang das Kind wiederzubeleben - ohne Erfolg.

Genaue Todesursache noch unklar

Ob der Junge von dem zehn Meter hohen Baum erschlagen wurde, erfroren oder erstickt ist, ist noch unklar, wie Sven Müller, Pressesprecher der Polizei München, gegenüber RTL angab. Der Baum stand auf einem privaten Grundstück. E dauerte etwa 20 ;imuten, bis Zeugen das Kind entdeckten.

Vor allem im Süden Bayerns kämpfen die Menschen seit Tagen mit den Schneemassen. Die Siedlung Buchenhöhe in Berchtesgaden und die Gemeinde Jachenau sind wegen Schnees weitgehend abgeschnitten, aber mit Lebensmitteln ausreichend versorgt. Fahrgäste der Regionalbahnen südlich von München mussten auch am Donnerstag mit gesperrten Strecken klarkommen. Seit Tagen schneit es vor allem im Alpenraum immer wieder.

München: Einige Landkreise rufen Katastrophenfall aus

Starker Schneefall in München,
In Südbayern sind wegen des vielen Schnees zahlreiche Straßen gesperrt.
© imago/Alexander Pohl, Alexander Pohl, imago stock&people

Nach den starken Schneefällen gilt auch im Landkreis Traunstein (Oberbayern) der Katastrophenfall. Das Landratsamt übernehme die Koordination der Einsatze der verschiedenen Rettungs- und Hilfsorganisationen, teilte ein Sprecher mit. Die schweren Schneemassen seien eine Gefahr für die Menschen. Man werde auch auf Hilfe der Bundeswehr zurückgreifen. Die bayerischen Behörden hatten bereits für die Landkreise Miesbach und Berchtesgadener Land den Katastrophenfall ausgerufen.

Schneechaos auch in Österreich

Winter in Österreich
In Vordernberg in Österreich befreit ein Mann einen Gehweg auf einem Friedhof von Schnee.
© dpa, Erwin Scheriau, hef alh pat

Auch der Westen Österreichs versinkt im Schnee. Seit dem Wochenende starben mindestens sieben Menschen. Darunter waren zwei Deutsche, die am Sonntag in Vorarlberg von Lawinen verschüttet wurden. Am Mittwoch wurde ein 16 Jahre alter Deutsch-Australier vor den Augen seiner Familie beim Skifahren von einer Lawine in den Tod gerissen. Zudem starben zwei Skifahrer, die bei Stürzen im meterhohen Schnee versanken, sowie zwei junge Schneeschuhwanderer, die am Montag tot unter einem Lawinenkegel gefunden wurden. Seit Samstag werden außerdem zwei Tourengeher vermisst. Im Skigebiet Wildkogel waren am Mittwoch sechs Schüler aus Sachsen-Anhalt von einer Lawine erfasst und teils verschüttet worden, sie konnten sich alle retten.