Müller am schwächsten, Schwesig stürzt ab

Winfried Kretschmann ist der beliebteste Ministerpräsident Deutschlands

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15. Juli 2019 - 17:10 Uhr

73 Prozent sind mit Kretschmanns Arbeit zufrieden

Winfried Kretschmann ist der beliebteste Ministerpräsident Deutschlands - das zeigt das neue RTL/n-tv Trendbarometer von Forsa. Mit der Arbeit des Grünenpolitikers und Landeschefs von Baden-Württemberg sind 73 Prozent zufrieden. Von solchen Werten kann Michael Müller nur träumen. Der Regierende Bürgermeister von Berlin steht in der Rangliste ganz unten. Nur 27 Prozent finden, dass er einen guten Job macht.

Markus Söder schafft einen Sprung nach oben

Bayerischer Ministerpräsident Markus Söder
Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder schafft in den Umfragen einen Sprung nach vorne.
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Das dürfte den SPD-Mann schmerzen, denn bei der gleichen Umfrage von Ende 2017, schnitt er noch deutlich besser ab. Damals fanden immerhin 38 Prozent, dass er seine Sache ordentlich macht. Reißt ihn das Umfragetief der SPD mit hinab? Möglich, denn auch eine andere SPD-Politikerin stürzt in der Beliebtheit ab. Mit Manuela Schwesigs Arbeit sind nur noch 43 Prozent zufrieden, vor zwei Jahren schätzten noch 53 Prozent die Arbeit der Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern.

Damit gehören die beiden SPD-Mitglieder zu den größten Verlieren des Rankings. Den größten Sprung nach oben hat Markus Söder gemacht. Der Bayer verbesserte sich im Vergleich zum Sommer 2018 von 31 auf 49 Prozent Zufriedenheit. Kretschmann kam auch schon 2017 und 2018 am besten an. Daniel Günther (Schleswig-Holstein, CDU) und Stephan Weil (Niedersachsen, SPD) kamen auf Platz zwei und drei. Mit Günther sind 66 Prozent zufrieden, mit Weil immerhin 60.

Nicht alle SPD-Ministerpräsidenten sind unbeliebt

 Armin Laschet Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen
Auch der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet, liegt in der Umfrage ziemlich weit hinten.
© dpa, Federico Gambarini, fg kno

Es ist also nicht so, dass SPD-Politiker allesamt unbeliebt geworden wären. Auch Hamburgs SPD-Oberbürgermeister Peter Tschentscher kommt auf 60 Prozent während die CDU-Ministerpräsidenten Reiner Haseloff (Sachsen-Anhalt, 38 Prozent) und Armin Laschet (Nordrhein-Westfalen, 40 Prozent) am unteren Ende der Rangfolge landen. Das hat damit zu tun, dass Laschet bei CDU-Wählern überaus beliebt ist, aber bei den anderen Parteien größtenteils Unzufriedenheit auslöst.

Umfrageergebnisse im Überblick

  1. Winfried Kretschmann (Grüne, Baden-Württemberg, 73 Prozent Zufriedenheit)
  2. Daniel Günther (CDU, Schleswig-Holstein, 66 Prozent)
  3. Stephan Weil (SPD, Niedersachsen, 60 Prozent)
  4. Peter Tschentscher (SPD, Hamburg, 60 Prozent)
  5. Bodo Ramelow (Linke, Thüringen, 55 Prozent)
  6. Volker Bouffier (CDU, Hessen, 54 Prozent)
  7. Malu Dreyer (SPD, Rheinland-Pfalz, 54 Prozent)
  8. Michael Kretschmer (CDU, Sachsen, 52 Prozent)
  9. Markus Söder (CSU, Bayern, 49 Prozent)
  10. Tobias Hans (CDU, Saarland, 45 Prozent)
  11. Manuela Schwesig (SPD, Mecklenburg-Vorpommern, 43 Prozent)
  12. Dietmar Woidke (SPD, Brandenburg, 42 Prozent)
  13. Armin Laschet (CDU, NRW, 40 Prozent)
  14. Reiner Haseloff (CDU, Sachsen-Anhalt, 39 Prozent)
  15. Michael Müller (SPD, Berlin, 27 Prozent)
  16. Bremen fehlt, neuer Bürgermeister wird erst noch gewählt.