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Umfrage: Klarer Dämpfer für GroKo Niedersachsen

Stephan Weil (SPD)
Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident von Niedersachsen, gibt eine Regierungserklärung an. Foto: Holger Hollemann/Archiv © deutsche presse agentur

Die große Koalition aus SPD und CDU in Niedersachsen hat nach einem Jahr Regierungsarbeit einer Umfrage zufolge deutlich an Zustimmung verloren. Bei einer Wahl an diesem Sonntag käme die SPD von Ministerpräsident Stephan Weil nur auf 26 Prozent. Das wären 10,9 Prozentpunkte weniger als bei der Landtagswahl am 15. Oktober 2017. Die CDU würde demnach auf 27 Prozent abrutschen - ein Minus von 6,6 Prozentpunkten. Das geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten Niedersachsen-Trend des Meinungsforschungsinstituts Insa im Auftrag der "Bild"-Zeitung hervor.

Klarer Gewinner wären die Grünen, die sich auf 17 Prozent (plus 8,3) steigern könnten. Die AfD würde ihr Ergebnis auf 12 Prozent (plus 5,8) verbessern, die FDP käme auf 10 Prozent (plus 2,5) und die Linken wären mit 5 Prozent (plus 0,4) knapp im Landtag vertreten.

Insa-Chef Hermann Binkert sagte: "Die GroKo als Ganzes ist in Niedersachsen deutlich stärker als im Bund. SPD und CDU verlieren deutlich, die Grünen verdoppeln ihr Ergebnis. Im Moment gibt es keine Konstellation, in der Stephan Weil Ministerpräsident bleiben könnte. Sowohl in der GroKo als auch in einem Jamaika-Bündnis wäre die Union die stärkste Kraft." Außer Acht ließ Binkert bei seiner Einschätzung allerdings die Möglichkeit einer Ampelkoalition von SPD, Grünen und FDP, bei der Weil weiterhin Ministerpräsident bleiben könnte.


Quelle: DPA

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