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Bakterienschleuder statt Schutz: Umfrage entlarvt uns als Ekel-Maskenträger

Eine Umfrage der INSA zeigt: Wir Deutschen gehen sehr unhygienisch mit unseren Masken um.
Eine Umfrage der INSA zeigt: Wir Deutschen gehen sehr unhygienisch mit unseren Masken um.
© imago images/Lichtgut, Leif Piechowski via www.imago-images.de, www.imago-images.de

27. April 2022 - 9:46 Uhr

Während sie an vielen Orten nicht mehr getragen werden muss, wird sie in vielen Gesichtern völlig falsch getragen. Eine Umfrage des INSA Meinungsforschungsinstituts im Auftrag der "Good Governance Gewerkschaft", die RTL exklusiv vorliegt, vom 22. April zeigt: Wir Deutschen tragen unsere Masken viel zu lange.

Lese-Tipp: Alle aktuellen Informationen zum Coronavirus finden Sie in unserem Live-Ticker auf RTL.de

Jeder Dritte wechselt die Maske nur einmal pro Woche

Laut der INSA Umfrage wechseln 39 Prozent der Befragten die eigene Maske nur einmal in der Woche oder sogar noch seltener. "Nicht umsonst erfordern FFP2-Masken arbeitsmedizinisch eine Unterweisung, denn falsch eingesetzt sind diese nicht nur nutzlos, sondern als auf Mundhöhe getragene Sammelstelle für Viren, Bakterien und Pilze sogar gesundheitsgefährdend für den Träger und seine Mitbürger", sagt Marcel Luthe, Bundesvorsitzender der "Good Governance Gewerkschaft", die die Umfrage in Auftrag gegeben hat, zu RTL.

Lese-Tipp: Richtig getragen schützen Masken auch vor vielen anderen Erkrankungen. Welche das sind, erfahren Sie hier.

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Wer geht besonders hygienisch mit den eigenen Masken um?

26 Prozent gaben an, ihre Maske nach jedem Tragen oder mindestens täglich zu wechseln. Nach eigenen Angaben gehen Frauen etwas hygienischer mit ihren Masken um als Männer.

Ein Blick auf die Altersgruppen der Befragten zeigt, dass vor allem junge Menschen hygienischer mit ihren Masken umgehen. Von den 18- bis 29-Jährigen gaben 30 Prozent an, ihre Maske täglich zu wechseln – 6 Prozent der Befragten wechseln sie sogar nach jedem Tragen.

Die Mehrheit aller Altersgruppen gab an, die Maske immerhin mindestens einmal in der Woche gegen eine frische auszutauschen.

Laut Marcel Luthe ist das aber dennoch zu wenig: "Die Zahlen zeigen, dass der falsche Einsatz der absolute Regelfall ist und eine "Einmalmaskenpflicht" entweder wirklich kontrolliert werden muss – inklusive des Wiederverwendungsverbots – oder allgemein aufgehoben werden muss, um Hygiene zu wahren und Gesundheit zu schützen."

Die Befragten vertrauen anderen weniger als sich selbst

Überraschend sind die Ergebnisse auf die Frage, wie oft andere ihre Masken tauschen. Denn während viele Befragte angaben, mit den eigenen Masken hygienisch umzugehen, trauen sie das anderen nicht zu. Die Befragten glauben, dass rund 37 Prozent ihre Maske länger als eine Woche am Stück tragen.

Während 22 Prozent aller Befragten angaben, die Maske täglich zu wechseln, wird das nur rund 9 Prozent der anderen zugetraut. Vor allem den Frauen glauben die Befragten ihre "saubere" Einstellung nicht. Sie denken, dass 43 Prozent der Frauen ihre Maske sogar seltener als einmal in der Woche wechseln. (lra)

Forsa-Umfrage zeigt: Großteil ist noch immer für die Maskenpflicht

Bei einer Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL und ntv zeigte sich der Großteil der Befragten als Befürworter der Maskenpflicht. Die Mehrheit der Befragten (66 Prozent) findet, dass die Maskenpflicht erst einmal bestehen bleiben sollte. 21 Prozent sind für eine Abschaffung in bestimmten Bereichen, nur 12 Prozent meinen, die Maskenpflicht müsste komplett abgeschafft werden.

In welchen Bereichen des öffentlichen Lebens sich die Befragten auch weiterhin die Maskenpflicht wünschen, lesen Sie hier.

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