2018 M11 21 - 10:32 Uhr

Jérôme Boateng: "Qualität setzt sich durch"

Jérôme Boateng hat das Visier aufgeklappt und seinen jungen, nachrückenden Verteidiger-Kollegen einen heißen Kampf um den Platz in der Abwehr der deutschen Nationalmannschaft angekündigt. "Jüngere Spieler müssen Einsatzzeiten bekommen, auch auf meiner Position", zeigte der 30-Jährige im Sport-Bild-Interview zwar Verständnis für die Verjüngungskur im DFB-Team. "Aber am Ende setzt sich die Qualität durch."

Joachim Löw baut auf jüngere Spieler

Bundestrainer Joachim Löw hatte Boateng für die letzten Länderspiele des Jahres gegen Russland (3:0) und Holland (2:2) eine Pause verordnet. Der 56-Jährige ließ zweimal mit Dreierkette spielen, vertraute dabei deutlich jüngeren Spieler wie Niklas Süle (23), Matthias Ginter (24) und Antonio Rüdiger (25). Löw und Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff begründeten die Nichtnominierung Boatengs auch mit dem vielbeschworenen Umbruch in der DFB-Elf nach der blamablen WM in Russland.

"Leistung muss konstant abgerufen werden"

15.11.2018, Sachsen, Leipzig: Fußball: Länderspiele, Deutschland - Russland in der RB Arena. Torschütze Niklas Süle (l) aus Deutschland wird nach dem 2:0 von seinen Mitspielern Matthias Ginter (m) und Timo Werner umjubelt. WICHTIGER HINWEIS: Gemäß de
Löw setzte im Test gegen Russland in der Abwehr auf Niklas Süle (l.), der das Vertrauen mit einem Tor zurückzahlte
© dpa, Soeren Stache, hpl

Geht es nach Boateng, ist seine Pause in der Nationalelf von kurzer Dauer. "Ich bin nicht zurückgetreten", stellte der Bayern-Star klar und 'drohte' seinen jungen Rivalen im DFB-Team. "Man muss auch konstant spielen, kann nicht als junger Spieler nach ein, zwei guten Partien denken: Jetzt habe ich die Position auf Dauer. Das muss konstant abgerufen werden. Deshalb spiele ich auch seit Jahren in der Nationalmannschaft und bei Bayern: Ich war konstant und hatte in meiner Karriere wenige Phasen, in denen es nicht so lief."