2018 M11 8 - 22:17 Uhr

Abschied, Nachfolger und Wunschspieler

Uli Hoeneß, ein Mann, der oft für Aufreger gesorgt hat. Zuletzt vor allem durch seine legendäre Pressekonferenz mit Karl-Heinz Rummenigge. Dass Hoeneß auch ruhiger kann, bewies er beim sächsischen Wirtschaftsdialog saxxess. Sein Abschied, sein Nachfolger und sein Wunschspieler waren dort die Top-Themen.

Noch zwei, drei Jahre, dann ist Schluss

"Ich mache diesen Job noch zwei, drei Jahre und will meinem Nachfolger eine volle Kasse übergeben. Dann können sie mit dem Geld machen, was sie wollen", kündigte Hoeneß vor circa 100 Gästen im VIP-Raum des Stadions von Dynamo Dresden an.

Wer allerdings sein Nacholger sein wird, ist noch unklar. Hoeneß ist auf der Suche: "Der Nachfolger sollte jemand sein, der eine menschliche Seite hat. Und einer, der aus dem Fußball kommt. Wir müssen die eierlegende Wollmilchsau suchen. Das wird schwer. Wenn ich wüsste, der oder der kann das, würde ich nächstes Jahr aufhören." Nach einer schnellen Lösung sieht es also nicht aus. Der Vertrag des Bayern-Präsidenten läuft noch bis November 2019.

Hoeneß: Würde Dortmund als Erster gratulieren

Die sportliche Leistung des FC Bayern diese Saison ist bisher überschaubar. "Ich bin mit der bisherigen Saison nicht zufrieden. Dortmund spielt erstaunlich gut. Aber nicht so gut, wie wir könnten", stellte Hoeneß fest, dabei machte er nach dem CL-Spiel gegen AEK Athen noch deutlich: "Wir sind nicht so arrogant, wie ihr alle glaubt." Zudem versprach der 66-Jährige, er sei "der Erste, der Dortmund gratuliert, wenn sie am Ende oben sind."

Grenzen sprengen für Mbappé

Soccer Football - Champions League - Group Stage - Group C - Napoli v Paris St Germain - Stadio San Paolo, Naples, Italy - November 6, 2018  Paris St Germain's Kylian Mbappe   REUTERS/Alessandro Bianchi
Hoeneß würde gerne Weltmeister Mbappé zu den Bayern lotsen
© REUTERS, ALESSANDRO BIANCHI, DY

Möglicherweise würde ja eine sportliche Verstärkung die Situation beim FC Bayern verbessern. Hoeneß' Wunschspieler steht fest. "Für Mbappé in Paris würde ich finanziell viele Grenzen sprengen", träumte der FCB-Präsident, stellte dann jedoch auch sofort klar: "Aber der will nicht zu uns."

Auch wenn Mbappé momentan nicht kommt, die Münchner bekennen sich zur Bundesliga. Eine Superliga, wie es zuletzt der Spiegel berichtete, ist mit Hoeneß' Bayern nicht machbar: "Es gibt keinen Plan bei Bayern München, aus der Bundesliga auszutreten. Sondern es wurde vor zwei, drei Jahren innerhalb internationaler Gremien, in denen viele von uns sitzen, diskutiert. Es wurde dann im Aufsichtsrat einstimmig abgelehnt und damit war die Sache für uns vom Tisch. Es wird keine Super League mit Bayern München geben."