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Uli Hoeneß ist wieder auf freiem Fuß

Uli Hoeneß ist wieder auf freiem Fuß

Hoeneß hat gut lachen: Eine Sonderregelung macht seine Haftverkürzung möglich
Hoeneß hat gut lachen: Eine Sonderregelung macht seine Haftverkürzung möglich
dpa bildfunk

Nach der Hälfte seiner Haftstrafe ist Hoeneß wieder ein freier Mann

Vor 21 Monaten hat Uli Hoeneß seine Haftstrafe angetreten, jetzt ist der ehemalige Vereinschef des FC Bayern wieder ein freier Mann. Hoeneß wurde nach der Hälfte seiner dreieinhalbjährigen Gefängnisstrafe vorzeitig entlassen, wie das bayerische Justizministerium am Montagmorgen bestätigte. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt.

Im März 2014 wurde der Präsident des deutschen Fußball-Rekordmeisters vom Münchener Landgericht wegen Steuerhinterziehung von 28,5 Millionen verurteilt. Anfang 2015 war Hoeneß bereits Freigänger und arbeitete seitdem tagsüber in der Jugendabteilung des FC Bayern.

Möglich macht seine vorzeitige Haftentlassung die sogenannte Haftstrafenregelung. Die besagt, dass es in Ausnahmefällen eine Aussetzung der Strafe nach der Hälfte der Zeit geben kann. Üblicherweise werden Haftstrafen erst nach zwei Dritteln zur Bewährung ausgesetzt. Die Bewährungszeit wurde im Fall von Hoeneß auf drei Jahre festgelegt. Er darf sich in dieser Zeit nichts zuschulden kommen lassen.

Wie es nun nach der Haftentlassung mit Hoeneß und dem FC Bayern weitergeht, ist noch nicht bekannt. Kehrt er auf den Präsidententhron zurück oder will er nach 21 Monaten Haft einfach nur noch seine Ruhe haben? Die Präsidentenwahl findet im November statt, eine Ämterteilung mit dem aktuellen Präsidenten Karl Hopfner ist nach Expertenmeinungen denkbar.