Krieg in der Ukraine

Ukraine-Krieg-LIVETICKER - Putin setzt jetzt auf den "Schlächter von Mariupol"

Baerbock: "Werden Abstimmung niemals anerkennen können" Außenministerin im Interview
03:58 min
Außenministerin im Interview
Baerbock: "Werden Abstimmung niemals anerkennen können"

30 weitere Videos

Russland hat im Februar einen Angriffskrieg gegen die Ukraine begonnen. Alle Entwicklungen zum Ukraine-Krieg lesen Sie in unserem Live-Ticker.

  • 9/24/202211:11:26 AM

    Vize-Verteidigungsminister entlassen - Putin setzt jetzt auf den "Schlächter von Mariupol"


    Genau sieben Monate nach Beginn des Kriegs gegen die Ukraine ist in Russland Vize-Verteidigungsminister Dmitri Bulgakow seines Amtes enthoben worden. Sein Nachfolger soll Generaloberst Michail Misinzew werden, der bislang das nationale Zentrum für Verteidigungsmanagement leitete. Er soll künftig insbesondere für die Logistik der Armee zuständig sein.

    Misinzew ist auch im Ausland bereits bekannt: So wurde er für die schweren Angriffe auf die südukrainische Hafenstadt Mariupol verantwortlich gemacht, die Ende Mai von den Russen erobert worden war. Während der wochenlangen Belagerung wurden ukrainischen Angaben zufolge Tausende Zivilisten getötet und ein Großteil der Stadt zerstört. In Großbritannien steht Misinzew, der auch als "Schlächter von Mariupol" bezeichnet wird, deshalb auf einer Sanktionsliste.

    Nach jüngsten Niederlagen war Russlands militärische Führung um Verteidigungsminister Sergej Schoigu zuletzt auch in kremlnahen Kreisen in die Kritik geraten. Unter dem Druck ukrainischer Gegenoffensiven musste sich die russische Armee vor rund zwei Wochen aus dem ostukrainischen Gebiet Charkiw zurückziehen. Am vergangenen Mittwoch dann befahl Präsident Wladimir Putin eine Teilmobilmachung seiner Streitkräfte.
  • 9/23/20227:04:36 PM

    Ukraine: Vier von Russland eingesetzte iranische Drohnen abgeschossen

    Die Ukraine hat nach eigenen Angaben vier iranische Drohnen "Kamikaze"-Drohnen abgeschossen, die von den russischen Streitkräften eingesetzt wurden. Das Militär teilte mit, die Drohnen vom Typ Shahed-136 seien über dem Meer nahe der Hafenstadt Odessa abgeschossen worden. Die Ukraine und die USA haben den Iran wiederholt beschuldigt, Drohnen an Russland zu liefern. Teheran bestreitet dies.
  • 9/23/20226:18:25 PM

    Kadyrow beschimpft Kriegsdienstverweigerer

    Tschetscheniens Machthaber Ramsan Kadyrow hat Russen, die nicht am Krieg gegen die Ukraine teilnehmen wollen, als Feiglinge beschimpft. «Weißt Du, Du bist nichts weiter als ein Feigling, Verräter und Mensch zweiter Klasse», wandte er sich am Freitag auf seinem Telegram-Kanal an Kriegsdienstverweigerer. Verweigerungsgründe wie Ablehnung von Krieg, Gewalt oder der politischen Führung Russlands seien nur Ausreden, meinte Kadyrow.

    Insgesamt sollen 300.000 Reservisten für Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine eingezogen werden. Kadyrow selbst hatte erst am Donnerstag betont, dass sich Tschetschenien nicht an der Mobilmachung beteiligen werde. Aus der russischen Teilrepublik seien schon zuvor mehrere Freiwilligen-Einheiten an die Front gegangen.
  • 9/23/20224:55:26 PM

    Offenbar 436 Leichen in Gräbern in Isjum gefunden

    In der kürzlich von ukrainischen Truppen zurückeroberten östlichen Stadt Isjum stehen die Exhumierungen in einem Waldstück mit mehr als 400 neuen Gräbern vor dem Abschluss. "Insgesamt wurden 436 Leichen gefunden", teilte der Gouverneur des Gebiets Charkiw, Oleh Synjehubow, am Freitag im Nachrichtendienst Telegram mit. 

    Von diesen sei die Mehrzahl eines gewaltsamen Todes gestorben. 30 Leichen wiesen Folterspuren auf, erklärte er weiter. Der Verkehrsknotenpunkt Isjum war ukrainischen Angaben nach vom 1. April bis zum 10. September von russischen Truppen besetzt gewesen.
  • 9/23/20224:24:01 PM

    Baerbock über russische Deserteure: Asylrecht gilt "natürlich auch für Russen"

    Bundesaußenministerin Annalena Baerbock signalisiert, dass Deutschland dazu bereit sei, russischen Deserteuren Asyl zu gewähren. Das Recht, vor Krieg und Gewalt zu fliehen, gelte "für jeden Bürger auf dieser Welt und natürlich auch für Russen, die um Leib und Leben Sorge haben", sagte Baerbock zu RTL. Es gehe jetzt darum, das bestehende Asylrecht hochzuhalten und die nächsten Schritte "gemeinsam als Europäer" zu koordinieren. 

    Zu den sogenannten Referenden in mehreren ukrainischen Regionen über einen Beitritt zu Russland sagte Baerbock, dies sei "jetzt eine andere Kriegsstrategie". Wenn Präsident Wladimir Putin "mit Waffen nicht erfolgreich ist, macht er Scheinreferenden". Dabei werde "von Tür zu Tür gegangen [...] mit Polizei oder Militär". Die Menschen müssten im wahrsten Sinne des Wortes mit "angezogener Waffe" abstimmen. Das sei das Gegenteil von einer Abstimmung. "Das ist eine Kriegsmethode, die jetzt auf andere Art und Weise geführt wird. Deswegen werden wir diese Abstimmung niemals anerkennen können."
  • 9/23/20224:00:04 PM

    EU-Ratschef fordert Suspendierung Russlands aus Sicherheitsrat 

    EU-Ratspräsident Charles Michel hat die Suspendierung Russlands aus dem UN-Sicherheitsrat gefordert. "Wenn ein ständiges Mitglied des Sicherheitsrates einen nicht provozierten und nicht zu rechtfertigenden Krieg auslöst, einen Krieg, der von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verurteilt wurde, sollte seine Suspendierung vom Sicherheitsrat meiner Meinung nach automatisch erfolgen", sagte der Belgier am Freitag bei der UN-Generalversammlung in New York.

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte bereits mehrfach gefordert, dass Russland sein Vetorecht im UN-Sicherheitsrat verlieren solle, solange es Krieg führe. Faktisch ist es allerdings nicht möglich, Entscheidungsprozesse in dem mächtigsten UN-Gremium gegen den Willen einer Vetomacht wie Russland durchzusetzen.
  • 9/23/20223:07:45 PM

    EU-Krisentreffen zu russischen Kriegsdienstverweigerern angesetzt

    Der Umgang mit russischen Kriegsdienstverweigern soll auf EU-Ebene koordiniert werden. Die derzeitige tschechische EU-Ratspräsidentschaft berief für kommenden Montag eine Sitzung der 27 EU-Botschafter unter dem sogenannten Krisenreaktionsmechanismus, wie eine Sprecherin am Freitag mitteilte. Dies zeige, "wie ernst wir die aktuellen Entwicklungen in Russland und der Ukraine nehmen und wie entschlossen wir sind, eine wirksame Reaktion zu koordinieren".

    Die Botschafter sollten von Experten gebrieft werden. Zudem sollten die "Perspektiven und Bedenken" der verschiedenen Länder berücksichtigt werden. Bislang sind die 27 Staaten weit von einer gemeinsamen Linie im Umgang mit jenen Männern, die nicht für Russland gegen die Ukraine kämpfen wollen, entfernt. Die Bundesregierung dringt auf eine einheitliche Position.
  • 9/23/20221:45:00 PM

    Medien: Auch russische Fluglinien von Teilmobilmachung betroffen

    Russische Luftfahrtgesellschaften fürchten einem Zeitungsbericht zufolge Personalengpässe durch die Teilmobilmachung. Brancheninsider bei mehreren Airlines gehen davon aus, dass zwischen 50 bis 80 Prozent der Mitarbeiter zum Kriegsdienst eingezogen werden, schrieb die Zeitung "Kommersant" am Freitag. Die Juristen der Fluggesellschaften seien dabei, Anträge auf Befreiung für das Flugpersonal zu formulieren - sie wüssten aber nicht, an welches Ministerium diese überhaupt geschickt werden müssten.
  • 9/23/20221:30:00 PM

    Faeser will mit Kommunen über Versorgung von Flüchtlingen sprechen

    Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) will mit Vertretern von Städten, Gemeinden und Landkreisen bei einem Treffen in Berlin über die Versorgung von Flüchtlingen beraten. „Eine Million Geflüchtete zu versorgen ist gerade für die Kommunen ein riesiger Kraftakt“, sagte Faeser mit Blick auf die Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine dem „Spiegel“. Demnach soll am 11. Oktober beraten werden, wie der Bund insbesondere in den Wintermonaten stärker unterstützen könne.

    Während die Zahl der in Deutschland angekommenen Ukraine-Flüchtlinge zuletzt eher zurückgegangen war, ist die Zahl der Ankünfte über die sogenannte Balkanroute wieder gestiegen. Einzelne Länder und Kommunen meldeten Probleme bei der Unterbringung geflüchteter Menschen.
  • 9/23/20221:07:04 PM

    Russlands Vize-Außenminister: Drohen niemandem mit Atomwaffen

    Russland bedroht nach den Worten von Vize-Außenminister Sergej Rjabkow niemanden mit Atomwaffen. Eine offene Konfrontation mit den USA und der Nato sei nicht im Interesse Russlands, zitieren staatliche russische Nachrichtenagenturen Rjabkow. Bei einem Atomkrieg könne es keine Gewinner geben, er dürfte niemals ausgetragen werden, sagte er demnach.

    Gleichzeitig erklärte Rjabkow, die Beziehungen zwischen den USA und Russland seien nun "nahe null". Die Nachrichtenagentur RIA Nowosti zitiert zudem den russischen Botschafter in den USA mit den Worten, er hoffe, dass Moskau und Washington nicht kurz davor stünden, in den "Abgrund eines Atomkonflikts" zu stürzen.
  • 9/23/202211:49:54 AM

    Russland meldet Abschuss von ukrainischen Kampfjets 

    Das russische Militär hat einer Agenturmeldung zufolge innerhalb von 24 Stunden drei ukrainische Kampfjets abgeschossen. Die russische Nachrichtenagentur Tass beruft sich in ihrem Bericht auf den täglichen Lagebericht des Verteidigungsministeriums in Moskau. 
  • 9/23/202210:45:00 AM

    Umfrage - Deutsche Firmen haben Datenverbindungen nach Russland eingestellt 

     Deutsche Unternehmen haben einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom zufolge ihre Datenverbindungen zu Russland gekappt. Kein Betrieb habe in der Befragung mehr angegeben, personenbezogene Daten nach Russland zu transferieren und dort von externern Dienstleistern verarbeiten zu lassen. Im vergangenen Jahr hätten dies noch neun Prozent gemacht, so der Bitkom, der 503 Firmen mit mindestens 20 Beschäftigten dazu befragt hat. "Der Umgang mit personenbezogenen Daten setzt Vertrauen und Rechtsstaatlichkeit voraus", sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. 
  • 9/23/202210:30:00 AM

     Zentralbank - Russische Geldhäuser verbuchen Milliarden-Verluste 

     Russische Geldinstitute haben nach Angaben der Zentralbank wegen des Krieges in der Ukraine bislang umgerechnet rund 25 Milliarden Euro Verlust gemacht. Dies sei ein "akzeptabler" Preis, sagt Notenbanker Maxim Ljubomudrow. Die Regierung habe Pläne, wie sie die russischen Banken durch die Krise bringen werde. 
  • 9/23/202210:15:00 AM

     Munz: Kreml deutet an, dass er Grenzen komplett schließt

    Moskau führt in den besetzten Gebieten der Ost- und Südukraine Scheinreferenden durch. ntv-Korrespondent Rainer Munz berichtet, was in Moskau dazu gesagt wird und wie sich in Russland nun Sorgen breitmachen, etwa vor einer Grenzschließung:
  • 9/23/20229:55:00 AM

    London: Russlands entscheidende Kriegsziele in Gefahr 

    Die ukrainische Armee setzt laut britischen Geheimdienstexperten die russischen Besatzer inzwischen in Gebieten unter Druck, die Moskau für seine Kriegsziele als entscheidend ansieht. Das geht aus dem täglichen Geheimdienst-Update des Verteidigungsministeriums in London hervor. So bröckle bereits die Verteidigungslinie, auf die sich die Russen nach jüngsten Gebietsverlusten im Nordosten zurückgezogen hatten. 
Tickaroo Live Blog Software

Ihre Meinung ist gefragt:

Interviews, Reportagen und mehr - in der Videoplaylist

Playlist: 30 Videos