Alle neuen Entwicklungen

Ukraine-Krieg-LIVETICKER: Pistorius in Kiew: Ukraine erhält mehr als 100 Leopard-1-Panzer

Der deutsche Verteidigungsminister zu Besuch in Kiew.
Selenskyj und Pistorius in Kiew.
deutsche presse agentur

Russland führt seit Februar 2022 einen Angriffskrieg in der Ukraine. Die wehrt sich nach Kräften. Alle Entwicklungen zum Ukraine-Krieg lesen Sie in unserem Live-Ticker.

  • 2/7/20234:28:31 PM

    Pistorius in Kiew: Ukraine erhält mehr als 100 Leopard-1-Panzer

    Die Ukraine soll nach Angaben von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) von einer Gruppe mehrerer europäischer Länder mehr als 100 Kampfpanzer des älteren Typs Leopard 1A5 erhalten. Bis zum ersten oder zweiten Quartal 2024 sollten mindestens drei Bataillone damit ausgestattet werden, sagte der SPD-Politiker am Dienstag bei einem Besuch in Kiew. Der Aufenthalt war aus Sicherheitsgründen zunächst geheim gehalten worden.
    • Selenskyj und Pistorius in Kiew.DPA VideoSelenskyj und Pistorius in Kiew.DPA Video
  • 2/7/20233:46:46 PM

    Mützenich: Andere EU-Länder müssen zugesagte Panzer liefern

    SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich fordert die EU-Partner auf, zugesagte Leopard-2-Panzer für die Ukraine zur Verfügung zu stellen. Er sei "ganz gespannt", wie sich etwa die Niederlande nun positioniere, die frühzeitig Leopard-Panzer in Aussicht gestellt habe, betont er vor der Sitzung der SPD-Bundestagsfraktion. Offensichtlich hätten auch in Deutschland einige nicht verstanden, dass es in einigen EU-Staaten innenpolitische Motive gegeben habe, um auf deutsche Panzerlieferungen zu drängen. Er sei aber zuversichtlich, dass auch andere europäische Regierungen am Ende ihre Zusagen für die Ukraine einhielten.
  • 2/7/20231:21:49 PM

    Mehr als 360 Millionen Euro Spenden aus Deutschland für Ukraine

    Nach annähernd einem Jahr Krieg in der Ukraine sind in Deutschland mehr als 364 Millionen Euro an Spenden für das von Russland angegriffene Land zusammengekommen. Dies teilte das Aktionsbündnis Katastrophenhilfe, das aus vier großen Hilfsorganisationen besteht, am Dienstag in Berlin mit. "Natürlich erhalten wir nicht mehr ganz so viele Spenden wie in den ersten Wochen", sagte Geschäftsführer Domonique Mann. "Aber es ist beeindruckend, wie viele Menschen immer noch für unsere Ukraine-Hilfe spenden, viele davon auch zum zweiten oder dritten Mal."

    Dem Bündnis gehören die Caritas, das Deutsche Rote Kreuz, die Diakonie Katastrophenhilfe und Unicef Deutschland an. Etwa die Hälfte der Spenden wurde demzufolge bereits ausgegeben oder ist verplant - beispielsweise zur Beschaffung von Wohnraum und Lebensmitteln, aber auch für Schulunterricht und medizinische Hilfe. Im Mittelpunkt stehe aktuell die Winterhilfe, der Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe, Martin Keßler. Dazu gehören warme Kleidung, Heizöfen, Generatoren und Sammelunterkünfte.
  • 2/7/202312:31:30 PM

    Ukraine meldet tödlichsten Tag für russische Truppen seit Kriegsbeginn

    Das russische Militär hat nach ukrainischen Angaben den tödlichsten Tag seit Beginn der Invasion erlebt. Bei Angriffen im Osten der Ukraine habe es in den vergangenen 24 Stunden starke russische Verluste gegeben, teilte das ukrainische Militär am Dienstag mit. Insgesamt seien 1.030 russische Soldaten gefallen. Nach ukrainischen Angaben ist damit die Zahl der seit Kriegsausbruch getöteten russischen Soldaten auf 133.190 gestiegen. Russland bestreitet hohe Verluste und gibt seinerseits eine große Zahl an getöteten ukrainischen Soldaten an. Die Berichte konnten nicht von unabhängiger Seite bestätigt werden.
  • 2/7/202312:07:06 PM

    Russlands Verteidigungsminister wirft Westen "Eskalation" vor

    Der russische Verteidigungsminister Sergej Shoigu warnt wegen der westlichen Waffenlieferungen erneut vor einer "unvorhersehbaren" Eskalation. "Die USA und ihre Verbündeten versuchen, den Konflikt so weit wie möglich in die Länge zu ziehen", zitiert die russische Nachrichtenagentur Interfax Schoigu.
  • 2/7/202311:19:38 AM

    Wagner-Chef Prigoschin fordert Selenskyj zum persönlichen Kampfjet-Duell heraus

    Die Kämpfe in der ukrainischen Stadt Bachmut werden immer härter. Der Chef der russischen Söldnergruppe Wagner soll nach eigenen Angaben selber in einem Kampfflugzeug gewesen sein, dass die Stadt bombardiert hat. In einem Telegram-Video verkündet er am Dienstag wieder im Flugzeug zu sitzen. Prigoschin fordert den ukrainischen Präsidenten direkt heraus:

    "Wenn Sie den Willen haben, treffen wir uns am Himmel. Wenn Sie gewinnen, bekommen Sie Artemowsk (Bachmut) zurück, wenn nicht, gehen wir bis zum (Fluss) Dnipro"

    Selenskyj gestand ein, dass die Lage für die Ukraine in der umkämpften Stadt brenzlig werden würde. Von den ursprünglich 70.000 Einwohnern sind nur noch knapp 8.000 vor Ort. Infrastruktur und Industrie sind durch die Kämpfe völlig zerstört.

  • 2/7/202311:01:00 AM

    Ukraine: Parlament verlängert Kriegsrecht um weitere 90 Tage

    In der Ukraine ist das wegen der russischen Invasion verhängte Kriegsrecht ein weiteres Mal um 90 Tage verlängert worden. Für die bereits fünfte Verlängerung stimmten am Dienstag nach Medienberichten 348 Abgeordnete. 226 Stimmen wären notwendig gewesen. Verlängert wurde auch die allgemeine Mobilmachung. Damit unterliegen Männer im wehrpflichtigen Alter von 18 bis 60 Jahren bis auf wenige Ausnahmen weiter einer Ausreisesperre. Die Regelung gilt vorläufig bis zum 20. Mai.

    Im Zusammenhang mit Berichten über massive Verluste tauchten zuletzt vermehrt Videos darüber auf, wie Musterungsbescheide Passanten in ukrainischen Städten ausgehändigt wurden. Kiew wehrt seit fast einem Jahr mit westlicher Hilfe einen russischen Angriff ab. Russland kontrolliert einschließlich der 2014 annektierten Halbinsel Krim gut 20 Prozent des ukrainischen Staatsgebiets.
  • 2/7/202310:27:13 AM

    Nach Tod von Vorgänger: Klymenko ist neuer ukrainischer Innenminister

    Rund drei Wochen nach dem Tod seines Vorgängers Denys Monastyrskyj ist Ihor Klymenko offiziell zum neuen ukrainischen Innenminister ernannt worden. Für den 50 Jahre alten Ex-Polizeichef, der das Ministerium in den vergangenen Wochen bereits kommissarisch leitete, stimmte laut Medienberichten am Dienstag eine Zweidrittelmehrheit des Parlaments in Kiew. Monastyrskyj war Mitte Januar bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben gekommen.
  • 2/7/202310:11:58 AM

    Ukrainischer Schwimmer: Diskussion über Russland-Rückkehr "absurd"

    Der ukrainische Top-Schwimmer Mychajlo Romantschuk hat in der Diskussion um eine mögliche Rückkehr von russischen Sportlerinnen und Sportlern zu Olympia dem IOC-Präsidenten Thomas Bach den Besuch zerstörter Sportstätten in der Ukraine empfohlen. "Zum Beispiel in Bachmut, wo meine Frau mehr als ein Trainingslager verbracht hat. Diese Stadt gibt es nicht mehr, sie wurde völlig ausgelöscht", sagte Romantschuk, der mit seiner Frau, Weltklasse-Weitspringerin Maryna Bech-Romantschuk (27), vor dem Krieg geflohen ist, in einem Interview dem "Tagesspiegel" (Dienstag). 

    "Wie viele Sportler und Trainer mussten durch diesen Krieg sterben? Sollte es also wirklich noch zur Debatte stehen, ob russische und belarussische Sportler bei den Olympischen Spielen teilnehmen dürfen?", fragte Romantschuk. "Für mich waren die Olympischen Spiele immer ein Ereignis des Friedens und der Freundschaft. Ein Aggressorland wie Russland hat kein Recht, an diesen Spielen teilzunehmen. Russland hat bereits während der Olympischen Winterspiele 2022 einen Krieg in der Ukraine angezettelt und auf die olympischen Werte gepfiffen."
  • 2/7/20239:44:12 AM

    Russland verstärkt Streitkräfte in Ostukraine

    Russland verstärkt nach ukrainischen Angaben offenbar zur Vorbereitung einer neuen Offensive seine Streitkräfte in der Ostukraine. "Wir sehen, dass immer mehr Reserven in unsere Richtung verlegt werden, wir sehen, dass mehr Ausrüstung herbeigeschafft wird", sagte Serhij Hajdaj, der ukrainische Gouverneur der größtenteils von russischen Truppen besetzten Region Luhansk. Der britische Geheimdienst rechnet allerdings nicht mit einem bevorstehenden russischen Durchbruch. Er erklärte am Dienstag, es sei unwahrscheinlich, dass Russland über genügend Kräfte verfüge, um den Krieg innerhalb weniger Wochen entscheidend zu beeinflussen. Russland versucht die annektierten Donbass-Regionen Donzek und Luhansk im Osten der Ukraine vollständig zu erobern.

    Die Ukraine erwartet, das Russland vor dem Jahrestag der Invasion am 24. Februar eine neue Offensive starten wird. "Sie bringen Munition, die anders eingesetzt wird als früher - es wird nicht mehr rund um die Uhr geschossen. Sie fangen langsam an zu sparen und bereiten sich auf eine Großoffensive vor", sagte Hajdaj im ukrainischen Fernsehen. "Sie werden wahrscheinlich zehn Tage brauchen, um Reserven zu sammeln." Nach dem 15. Februar könne man jederzeit eine russische Offensive erwarten.
  • 2/7/20238:59:00 AM

    Gefälschte Cover: Wie Russland Desinformationen in der EU verbreitet

    Die russische Kriegspropaganda verbreitet nach einem EU-Bericht unter anderem gefälschte Titelblätter von renommierten europäischen Satiremagazinen. Nach dem am Dienstag veröffentlichten Bericht war im vergangenen Jahr auch die deutsche «Titanic» betroffen. Demnach wurde ein manipuliertes «Titanic»-Cover verbreitet, auf dem ein Gesicht zu sehen war, in dessen Mund verschiedene Kriegsgeräte und Geld fliegen. In ukrainischen Landesfarben gab es dazu die Schlagzeile «Ewiger Appetit». Nach Angaben des Europäischen Auswärtigen Dienstes (EAD) sollte mit dem gefälschten Cover der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verunglimpft werden.

    Für den Bericht untersuchten Analystinnen und Analysten zwischen Oktober und Dezember 2022 eine Stichprobe von 100 Desinformationen russischer und chinesischer Herkunft im Internet. Den Angaben zufolge wurden neben dem falschen «Titanic»-Cover auch manipulierte Titelblätter des französischen Satiremagazins «Charlie Hebdo» und des spanischen «El Jueves» im Netz verbreitet.
  • 2/7/20238:40:52 AM

    Großbritannien: Russland seit Jahresanfang mit neuen Offensivversuchen

    Das russische Militär hat nach britischen Angaben wohl seit Jahresanfang versucht, größere Offensiveinsätze im Osten der Ukraine zu starten. Ziel dabei sei es, die von der Ukraine gehaltenen Gebiete in der Region Donezk im Donbass einzunehmen, teilt das Verteidigungsministerium in London auf Basis seines geheimdienstlichen Lageberichts mit. Es sei jedoch unwahrscheinlich, dass Russland in der Lage sein werde, in den nächsten Wochen die erforderlichen Kräfte aufzustellen, um den Ausgang des Krieges maßgeblich zu beeinflussen.
  • 2/7/20236:01:00 AM

    Russische Nachrichtenagentur meldet: Schutzmaßnahmen im Kernkraftwerk Saporischschja fast abgeschlossen

    Der Bau von Schutzvorrichtungen im Kernkraftwerk Saporischschja steht nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur Tass kurz vor dem Abschluss. "Die Errichtung der technischen und baulichen Strukturen, die einen zusätzlichen Schutz für wichtige Infrastruktureinrichtungen des Kernkraftwerks bieten sollen, einschließlich derjenigen, die mit der Lagerung radioaktiver Materialien zu tun haben, befindet sich in der Abschlussphase", berichtet Tass unter Berufung auf einen Berater des Leiters des russischen Kernkraftwerksbetreibers Rosenergoatom. Im Dezember erklärte Russland, es habe einen Schutzschild über einem Lager für abgebrannte nukleare Abfälle in der Anlage errichtet. Das größte Kernkraftwerk Europas im Südosten der Ukraine wurde im März von russischen Truppen eingenommen und ist wiederholt unter Beschuss geraten, was die Angst vor einer nuklearen Katastrophe schürt. 
  • 2/7/20235:50:00 AM

    US-Vizepräsidentin Harris bei Münchner Sicherheitskonferenz

    US-Vizepräsidentin Kamala Harris bestätigt ihre Teilnahme an der Münchner Sicherheitskonferenz. Harris werde vom 17. bis 19. Februar in die bayrische Landeshauptstadt reisen und in ihrer Rede den Mut des ukrainischen Volkes würdigen, die internationale Unterstützung für das Land bekräftigen, das Vorgehen Russlands verurteilen, die gegenseitigen Verteidigungsverpflichtungen Washingtons im Rahmen der Nato bekräftigen und "den weiteren Weg" in Bezug auf die Ukraine skizzieren, sagte ihre Sprecherin Kirsten Allen am Dienstag. Fast genau ein Jahr nach Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine werde Harris "deutlich machen, dass dieser Kampf Teil eines größeren Ganzen ist - der Verteidigung internationaler Regeln und Normen sowie von Freiheit und Unabhängigkeit."
  • 2/7/20235:35:21 AM

    Russland: Prüfen Berichte über ukrainischen Einsatz von Chemiewaffen

    Das staatliche russische Investigativ-Komitee prüft nach eigenen Angaben Berichte über einen Einsatz von Chemiewaffen durch die ukrainischen Streitkräfte, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Das Komitee berief sich am Montag auf Angaben der Volksrepublik Donezk, eine der international nicht anerkannten Regierungen in der von Russland besetzten Ost-Ukraine. Demnach seien Chemiewaffen per Drohne in der Nähe der Städte Soledar und Bachmut eingesetzt worden. "Als Folge davon weisen Angehörige der russischen Streitkräfte Gesundheitsprobleme und charakteristische Vergiftungs-Symptome auf", hieß es. Belege wurden nicht präsentiert, Einzelheiten zu den Symptomen oder dem mutmaßlichen Giftstoff wurden nicht genannt. Eine Stellungnahme des ukrainischen Verteidigungsministeriums lag zunächst nicht vor.
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