Krieg in der Ukraine

Ukraine-Krieg-LIVETICKER: Lawrow wirft USA Politik gegen Moskau wie unter Hitler vor

Angst vor einem Atomschlag Was bedeutet das für den Westen?
03:51 min
Was bedeutet das für den Westen?
Angst vor einem Atomschlag

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Russland hat im Februar einen Angriffskrieg gegen die Ukraine begonnen. Alle Entwicklungen zum Ukraine-Krieg lesen Sie in unserem Live-Ticker.

  • 10/3/20222:16:16 PM

    Lawrow wirft USA Politik gegen Moskau wie unter Hitler vor

    Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat den USA eine gegen Russland gerichtete Politik vorgeworfen, wie sie einst NS-Diktator Adolf Hitler gegen die Sowjetunion geführt habe. "Die USA haben sich praktisch den ganzen kollektiven Westen unterworfen und ihn mobilisiert, die Ukraine zu einem Instrument des Krieges mit Russland zu machen - so, wie damals Hitler die Mehrheit der Länder Europas unter Waffen stellte für einen Überfall auf die Sowjetunion", sagte Lawrow am Montag bei einem Auftritt in der Staatsduma.

    Das Parlament ratifizierte die Annexion der ukrainischen Gebiete Luhansk, Donezk, Cherson und Saporischschja einstimmig. Am Freitag hatten Kremlchef Wladimir Putin und die von Moskau in den vier Gebieten eingesetzten Besatzer international nicht anerkannte Verträge über den Beitritt zur Russischen Föderation unterzeichnet.

    Lawrow warf der Ukraine vor, die Rechte der Menschen auf ihre russische Sprache, ihren Glauben und die eigene Kultur beschnitten zu haben. Der Chefdiplomat verteidigte die Annexion als Mittel, die russischsprachige Bevölkerung vor Diskriminierung durch ein "nazistisches Regime" in Kiew zu bewahren.

    Putin hatte mehrfach betont, dass die Regionen den vollen Schutz der Atommacht bekämen. Demnach sollen mögliche Attacken der Ukraine gegen die vier Gebiete nach Abschluss der Annexion als Angriff auf Russland gewertet werden. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte am Montag, die Regionen Luhansk und Donezk würden komplett in ihren ukrainischen Verwaltungsgrenzen Teil Russlands. Im Gebiet Donezk kontrollieren die russischen Truppen bisher etwas mehr als 50 Prozent.
  • 10/3/20222:12:53 PM

    Baerbock nimmt Putins Atombomben-Drohung "sehr ernst"

    Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat sich besorgt über wiederholte Drohungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin gezeigt, im Ukraine-Krieg eine Atombombe einzusetzen. "Wir nehmen seine Worte sehr ernst, alles andere wäre fahrlässig", sagte Baerbock im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). In den nun schon mehr als 220 Kriegstagen habe Putin "immer wieder gezeigt, dass er vor schlimmsten Kriegsverbrechen nicht zurückschreckt". Er mache vor Krankenhäusern und Kindern nicht halt und sei sogar bereit, sein eigenes Land zu ruinieren.

    "Allerdings hat Putin schon zuvor unverantwortliche Drohungen ausgesprochen, und er weiß zugleich, dass kein Land auf der Welt - auch nicht diejenigen, die sich wie China bisher nicht klar positionieren - bei dieser Frage ein Zündeln einfach so akzeptieren würde", erläuterte Baerbock zur Atombomben-Drohung. "Auf Erpressung dürfen und werden wir uns nicht einlassen, das würde Putin als Einladung zu weiterer Eskalation verstehen."

    Putins Rede am Freitag habe klargemacht, "dass sein imperialer Wahn sich nicht auf die Ukraine beschränkt. Deshalb setzen wir unsere Unterstützung für die Ukraine verantwortungsvoll fort". Wenn Russland "mit Landraub und Erpressung durchkommt und diesen Krieg gewänne - also die Ukraine vernichtet -, läge nicht nur die europäische Friedensordnung in Trümmern, sondern kein kleines Land wäre mehr sicher", betonte sie.
  • 10/3/202211:40:50 AM

    Kadyrow will minderjährige Söhne für Russland in Krieg schicken

    Der berüchtigte Chef der russischen Teilrepublik Tschetschenien, Ramsan Kadyrow, will eigenen Aussagen zufolge drei seiner minderjährigen Söhne in den Krieg gegen die Ukraine schicken. Die zwischen 14 und 16 Jahre alten Jugendlichen Achmat, Selimchan und Adam seien bereit, ihre antrainierten Kampffertigkeiten nun bei der "militärischen Spezialoperation" einzusetzen, schrieb Kadyrow am Montag auf Telegram. "Und ich scherze nicht. (...) Bald werden sie an die Front geschickt und werden sich an den schwierigsten Abschnitten der Kontaktlinie aufhalten." Dazu veröffentlichte er ein Video, das seine Söhne bei Schießübungen zeigt.

    Kadyrow, der für seinen brutalen Führungsstil im muslimisch geprägten Tschetschenien im Nordkaukasus bekannt ist, hat sich seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine als einer der glühendsten Kriegsbefürworter hervorgetan. Er steht auch schon seit langem im Ruf, russische Gesetze ohne Folgen für ihn zu umgehen. Schon mehrfach kritisierte er nach russischen Niederlagen nicht zuletzt die militärische Führung seines Landes scharf und forderte weitreichende Konsequenzen. Kürzlich sprach er sich gar dafür aus, den Einsatz von Atomwaffen mit geringerer Sprengkraft in Betracht zu ziehen.
  • 10/3/202210:55:00 AM

    Bundeskanzler: Ukraine-Unterstützung so lange wie notwendig

    Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat die deutsche Unterstützung für die Ukraine bekräftigt. "Wir halten zusammen und unterstützten die Ukraine und die Bürgerinnen und Bürger bei ihrem Kampf für Freiheit, Einheit und Gerechtigkeit ihres Landes", sagte Scholz am Montag am Rand eines Festakts von Bund und Ländern zu 32 Jahren Deutscher Einheit in Erfurt. "Und klar ist, wir werden die Unterstützung so lange gewährleisten, wie es notwendig ist." Es war der erste öffentliche Auftritt des Kanzlers nach seiner Quarantäne wegen einer Coronavirus-Infektion.

    Klar sei auch, dass sich Deutschland dafür einsetze, dass die europäische Friedensordnung, die durch den brutalen russischen Angriffskrieg auf die Ukraine gefährdet sei, wieder gelte, sagte Scholz. Das bedeute, dass man seine Nachbarn nicht überfalle und Grenzen mit Gewalt verschiebe. "Das ist auch das, was wir dem russischen Präsidenten zurufen: Er soll seinen Krieg beenden."
  • 10/3/202210:43:00 AM

    Ukrainische Truppen rücken in Ost- und Südukraine weiter vor

    Im Zuge ihrer Gegenoffensive haben ukrainischen Truppen im Osten und Süden des Landes offenbar weitere Erfolge verzeichnet. Im Bezirk Luhansk hätten sich ukrainische Soldaten bei der Stadt Lyssytschansk bereits festgesetzt, schrieb ein Militärsprecher der von Moskau gelenkten Luhansker Separatisten am Montag im Nachrichtendienst Telegram. Die ukrainischen Einheiten seien jedoch unter dem ständigen Feuer der russischen Armee. Ukrainischen Quellen zufolge ist das Dorf Bilohoriwka bereits seit längerem unter ukrainischer Kontrolle.

    Zuvor hatte Präsident Wolodymyr Selenskyj auch ein Vorrücken seiner Streitkräfte im südukrainischen Gebiet Cherson sowie die Rückeroberung der dortigen Ortschaften Archanhelske und Myroljubiwka bestätigt. Noch nicht offiziell bekanntgegeben wurde ein ukrainisches Vorrücken entlang des Flusses Dnipro. Angeblich sollen sich die Orte Solota Balka und Chreschtscheniwka bereits wieder unter ukrainischer Kontrolle befinden. Der Vertreter der russischen Besatzungsverwaltung des Gebiets Cherson, Kirill Stremoussow, sprach außerdem über einen ukrainischen Vorstoß in Richtung des rund 20 Kilometer weiter südlich gelegenen Dudtschany.
  • 10/3/20227:15:18 AM

    Tausende Russen nach Einberufung wieder nach Hause geschickt

    In der ostrussischen Region Chabarowsk sind nach Angaben des Gouverneurs etwa die Hälfte von Tausenden Männer, die im Zuge der russischen Mobilmachung einberufen wurden, wieder nach Hause geschickt worden. Zur Begründung erklärt Michail Degtjarew, dass die Betroffenen die Auswahlkriterien für einen Eintritt in den Militärdienst nicht erfüllten. Der Militärkommissar der Region sei entlassen worden.
  • 10/3/20225:18:00 AM
    Taiwan in Sorge: Wird China nach Russlands Vorbild einmarschieren?
    Russlands Invasion in der Ukraine weckt Sorgen, dass China ähnlich gegen Taiwan vorgehen könnte. Eine Bundestagsdelegation demonstriert mit einem Besuch der demokratischen Inselrepublik ihre Unterstützung. Chinas Drohungen gegen Taiwan können nach Ansicht deutscher Parlamentarier nicht hingenommen werden. Bei dem Empfang einer Bundestagsdelegation durch Taiwans Präsidentin Tsai Ing-wen am Montag in Taipeh verglich der Vorsitzende der Abgeordnetengruppe, Klaus-Peter Willsch, die Situation mit dem Vorgehen Russlands gegen die Ukraine. Der Bundestag habe mehrfach deutlich gemacht, "dass wir es nicht für akzeptabel halten, dass sie von einem Nachbarn bedroht werden", sagte der CDU-Politiker der Präsidentin. Taiwan dürfe nicht mit Militärgewalt in eine "nicht gewollte Zusammenarbeit gezwängt" werden. Der Bundestag sei da "deutlich in seiner Ablehnung".
  • 10/2/20228:54:44 PM

    Ex-Bundespräsident Gauck: Putin plant mit Angst der Deutschen

    Der frühere Bundespräsident Joachim Gauck hat an Politik und Gesellschaft appelliert, sich nicht von Angst leiten zu lassen. Mit Blick auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine sagte Gauck am Sonntagabend im ZDF-"heute journal", der russische Präsident Wladimir Putin preise die Angst der Deutschen in seine Planung ein. "Das ist ein Element seiner Kriegsführung, und deshalb brauchen wir eine nüchterne Bewertung seiner Drohungen und eine ganz klare Erkenntnis, dass Angst kleine Augen macht, uns in die Flucht treibt. Und Flucht ist das, was wir uns nicht leisten können."
  • 10/2/20226:00:16 PM

    Großbritannien kauft zwei Spezialschiffe zum Schutz der Infrastruktur

    Großbritannien will zwei Spezialschiffe erwerben, um seine Unterwasser-Infrastruktur wie Kabel und Pipelines zu schützen. Das teilt Verteidigungsminister Ben Wallace bei einer Parteiveranstaltung mit. An den Nord-Stream-Pipelines in der Ostsee wurden zuvor insgesamt vier Gaslecks entdeckt. Die genaue Ursache ist unbekannt, es wird aber weitgehend von Sabotage ausgegangen.
  • 10/2/20224:56:02 PM

    US-Minister: Unterstützung für Ukraine "so lange wie nötig"

    Die USA sichern der Ukraine kontinuierliche Unterstützung zu - und das unabhängig vom weiteren Kriegsverlauf. Aktuell entwickelten sich die Kampfhandlungen positiv für die ukrainische Armee, sagte US-Verteidigungsminister Lloyd Austin am Sonntag im Nachrichtensender CNN. Es sei schwer, den weiteren Verlauf vorherzusagen, schränkte er ein. "Aber ich würde sagen, dass egal, in welche Richtung sich das entwickelt, wir den Ukrainer so lange wie nötig Sicherheitsunterstützung gewähren werden", betonte er.

    Austin ging in dem Interview nicht direkt auf die Frage ein, ob die USA der Ukraine nach der Annexion von vier Regionen durch Russland auch Raketensysteme mit größerer Reichweite liefern sollten. Die Ukraine will solche Raketen mit einer maximalen Reichweite von rund 300 Kilometern. Als Grund für die bisherige US-Zurückhaltung gilt die Sorge, dass damit auch Ziele in Russland angegriffen werden könnten. Mit der Annexion betrachtet Moskau aber nun auch die widerrechtlich einverleibten ukrainischen Regionen als sein Territorium.

    Austin sagte auf die Frage, es gehe nicht nur darum, welche Waffen man zur Verfügung habe, sondern vor allem darum, wie man sie einsetze und verschiedene Aktivitäten auf dem Schlachtfeld miteinander verbinde. Die ukrainische Armee sei gut darin: "Sie bekommen die richtigen Sachen und setzen sie richtig ein", sagte Austin.
  • 10/2/20224:37:49 PM

    Russland: Mehr als 180 Männer bei Fluchtversuch an Grenze einberufen

    Russland hat an der Grenze zum Nachbarland Georgien eigenen Angaben zufolge bereits mehr als 180 wehrpflichtige Männer bei der versuchten Flucht vor dem Einzug ins Militär gestoppt. Ihnen sei direkt am Grenzübergang Werchni Lars ein Einberufungsbescheid übergeben worden, meldete die Agentur Interfax am Sonntag unter Berufung auf das Militärkommissariat der an die Ex-Sowjetrepublik Georgien grenzenden russischen Region Nordossetien.

    Die von Kremlchef Wladimir Putin vor rund zehn Tagen angeordnete Teilmobilmachung hat in Russland eine regelrechte Massenflucht ausgelöst. Zehntausende Männer flüchteten nicht nur nach Georgien im Südkaukasus, sondern beispielsweise auch in die zentralasiatischen Ex-Sowjetstaaten Kasachstan und Kirgistan.
  • 10/2/20223:25:21 PM

    Italien: Haben genug Erdgas für den Winter, Problem ist der Preis

    Italien hat nach Darstellung von Energieminister Roberto Cingolani genug Erdgas gespeichert und ausreichende Zuflüsse, um den Winter zu überstehen. Dies sei unter der Voraussetzung, dass es keine "katastrophalen Ereignisse" wie sehr kalte Wintermonate gebe, sagt Cingolani dem Sender Rai Tre. "Das Problem ist gegenwärtig nicht die Verfügbarkeit, sondern der Preis."
  • 10/2/20222:37:26 PM

    Duma beschäftigt sich Montag mit Ratifizierung der Annexion

    Das russische Parlament wird sich einem Medienbericht zufolge ab Montag mit der Ratifizierung der Verträge und Gesetze für die Annexion von vier ukrainischen Regionen beschäftigen. Die Nachrichtenagentur RIA beruft sich auf den Sprecher des Unterhauses, Wjatscheslaw Wolodin. Unterdessen bestätigt das russische Verfassungsgericht die Zulässigkeit der Verträge für den Anschluss der Regionen. Die Übergangsfrist für die Eingliederung soll bis zum 1. Januar 2026 dauern.
  • 10/2/20222:05:00 PM

    Russland meldet Kämpfe gegen ukrainische Truppen im Süden

    Ukrainische Truppen haben nach Angaben aus Moskau eine Offensive im Süden des Landes gestartet. Sie sollen dabei viele Verluste erlitten haben. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums vom Sonntag wurde etwa im Gebiet Mykolajiw und der Ortschaft Andrijiwka im Gebiet Cherson gekämpft. Dabei seien mehr als 240 ukrainische Soldaten getötet und 31 Panzer zerstört worden. Angaben aus dem Kriegsgebiet lassen sich in der Regel gar nicht oder nur schwer überprüfen. Auch bei Kämpfen an anderen Orten in dem angegriffenen Land seien viele Ukrainer gestorben, hieß es aus Moskau.

    Zudem berichtete das russische Verteidigungsministerium von einem Angriff auf ein Büro des ukrainischen Geheimdienstes im Gebiet Dnipropetrowsk. Dabei sollen nach Angaben aus Moskau mehr als 35 Mitarbeiter getötet worden sein, darunter auch Ausländer. Details wurden nicht genannt.
  • 10/2/20222:00:00 PM

    Deutschland finanziert 16 Haubitzen für Ukraine mit

    Deutschland, Dänemark und Norwegen haben sich nach Angaben des Bundesverteidigungsministeriums entschieden, die Produktion von 16 Radpanzerhaubitzen des Typs "Zuzanna 2" aus slowakischer Produktion für die Ukraine zu finanzieren. Der Gesamtwert belaufe sich auf 92 Millionen Euro, heißt es in einer Mitteilung. Die Auslieferung an die Ukraine solle im kommenden Jahr beginnen.
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