Krieg in der Ukraine

Ukraine-Krieg-LIVETICKER - "Gott hat Sie an die Macht gebracht": Russischer Patriarch huldigt Putin zum Geburtstag

Selenskyj warnt vor atomarer Katastrophe Raketen-Einschläge kurz nach Annektion
01:49 min
Raketen-Einschläge kurz nach Annektion
Selenskyj warnt vor atomarer Katastrophe

Russland hat im Februar einen Angriffskrieg gegen die Ukraine begonnen. Alle Entwicklungen zum Ukraine-Krieg lesen Sie in unserem Live-Ticker.

  • 10/7/20221:46:52 PM

    "Gott hat Sie an die Macht gebracht": Russischer Patriarch huldigt Putin zum runden Geburtstag

    Neben zahlreichen Gratulationen zu seinem 70. Geburtstag hat der russische Präsident Wladimir Putin auch geistlichen Beistand erhalten. Das Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche, Patriarch Kirill, rief zum Gebet für den Kremlchef auf, der auch Oberbefehlshaber und Initiator des Krieges gegen die Ukraine ist. "Gott hat Sie an die Macht gebracht, damit Sie einen Dienst besonderer Wichtigkeit und großer Verantwortung für das Schicksal des Landes und des Ihnen anvertrauten Volkes leisten", so Kirill. In einem Brief an die Priesterschaft rief der Kirchenführer zudem zu zweitägigen Gebeten für Putins Gesundheit und Langlebigkeit auf. 

    Putin feiert seinen Geburtstag in seiner Heimatstadt St. Petersburg. Der 70-Jährige erhielt dabei Glückwünsche verschiedenster Art: Videos in den sozialen Netzwerken zeigen beispielsweise, wie Kindergartenkinder vor einem Porträt Putins im Kreis tanzen und singen. Putin nahm aber auch offizielle Telefonate entgegen. Laut einer Mitteilung des Kremls telefonierte unter anderem der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am Geburtstag mit Putin.
  • 10/7/20222:38:24 PM

    Deutschlands Gasspeicher sind zu 93 Prozent gefüllt

    Trotz weggefallener Lieferungen aus Russland füllt Deutschland seine Gasspeicher weiter. Sie seien inzwischen zu 93,03 Prozent gefüllt, teilt die Bundesnetzagentur mit. Zuletzt hatte es binnen eines Tages ein Plus von 0,28 Punkten gegeben - der Füllstand ging also deutlich nach oben. Das Ziel, am 1. November bei 95 Prozent zu sein, wird vermutlich früher erreicht.
  • 10/7/20221:40:00 PM

    Oberst a.D. zu Atomwaffen-Gefahr: "Auch Russen wissen: Wäre Weg ins totale Verderben"

    US-Präsident Biden und Ukraines Präsident Selenskyj schlagen mit Blick auf Russlands atomare Drohungen alarmierende Töne an. Oberst a.D. Wolfgang Richter hält derlei Szenarien zwar nicht für ausgeschlossen, aber auch nicht für wahrscheinlich und erklärt, warum ein Atomkrieg nicht in Russlands Interesse wäre.
  • 10/7/20221:06:39 PM

    Ukrainisches Parlament setzt neuen Notenbankchef ein

    Das ukrainische Parlament setzt mit Andrij Pyschnyj einen neuen Chef der Notenbank ein. Für die Personalie stimmten 290 Abgeordnete, wie ukrainische Medien berichten. 226 Stimmen wären notwendig gewesen. Der 47-Jährige hatte zwischen 2014 und 2020 erfolgreich die staatliche Sparkasse reformiert. Vorher war er lange Jahre ein enger Mitstreiter von Ex-Ministerpräsident Arsenij Jazenjuk. Die Kandidatur wurde von Präsident Wolodymyr Selenskyj eingereicht. Die Position des Zentralbankchefs war nach dem Rücktritt von Kyrylo Schewtschenko am Dienstag vakant geworden. Dieser reichte den Rücktritt zwar offiziell aus "gesundheitlichen Gründen" ein. Doch beklagte der 49-Jährige sich am Donnerstag über "beinahe zwei Jahre politischen Drucks". Schewtschenko hatte vor einer Hyperinflation wegen der Finanzierung des Staatsdefizits über die Notenpresse gewarnt. 
  • 10/7/202212:14:02 PM

    UN-Ermittler soll mutmaßliche Menschenrechtsverstöße in Russland prüfen

    Der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen hat für die Einsetzung eines Sonderermittlers gestimmt, um mutmaßliche Menschenrechtsverletzungen in Russland zu prüfen. Von den Ratsmitgliedern stimmten am Freitag 17 für und sechs gegen die Resolution, die von fast 50 Staaten - darunter alle EU-Mitglieder wie Deutschland - eingebracht worden war. Es gab 24 Enthaltungen. In der Resolution wird der Regierung in Moskau vorgeworfen, ein "Klima der Angst" durch Repressionen und Gewalt geschaffen zu haben. Der russische UN-Botschafter in Genf, Gennadi Gatilow, kritisierte die Entscheidung. Dies sei ein weiteres Beispiel, wie die westlichen Staaten den Rat nutzten, um ihre politischen Ziele durchzusetzen.

    Damit setzt der Menschenrechtsrat erstmals einen Sonderermittler ein, der sich mit einem Mitglied mit einem Ständigen Sitz im Sicherheitsrat beschäftigt. Russland hat zuletzt vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges die Schließung von Menschenrechtsgruppen erzwungen.
  • 10/7/202211:33:00 AM

    Komitee: Friedensnobelpreis auch Botschaft, dass Krieg enden muss

    Das für den Friedensnobelpreis zuständige Nobelkomitee hält oppositionelle Stimmen und eine starke Zivilgesellschaft für entscheidende Werkzeuge im Kampf gegen Kriege und Konflikte. Man wolle mit der diesjährigen Auszeichnung die enorme Bedeutung unterstreichen, die der Zivilgesellschaft und der Opposition in jeder Gesellschaft - demokratischen wie autokratischen - zukomme, sagte die Vorsitzende des norwegischen Nobelkomitees, Berit Reiss-Andersen, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Skandinavien. Einzelpersonen und Organisationen könnten eine außerordentliche Rolle in politischen Angelegenheiten und in der Ablehnung von Krieg spielen.

    Die diesjährige Preisvergabe an Menschenrechtler aus Belarus, Russland und der Ukraine ist demnach auch als Botschaft an Autokraten zu verstehen. "Es ist auch eine Botschaft, dass der Krieg enden muss", sagte Reiss-Andersen. Das Komitee gehe in der gegenwärtigen Situation auf die Zivilgesellschaft ein, weil es der Ansicht sei, dass sie das effektivste Mittel gegen Autoritarismus und gegen Krieg sei. Eine starke Gesellschaft verhindere diese Art von Entwicklungen, sagte die Norwegerin. "Man kann zukünftige Gräueltaten verhindern."
  • 10/7/202210:27:20 AM

    Erdogan telefoniert mit Putin - an dessen 70. Geburtstag

    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat nach Angaben seines Büros mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin telefoniert. Dabei habe Erdogan seine Bereitschaft bekräftigt, seinen Teil zur friedlichen Beilegung des Krieges in der Ukraine beizutragen. Zudem sei es um eine Verbesserung der bilateralen Beziehungen gegangen. Putin wird am heutigen Freitag 70 Jahre alt.
  • 10/7/20229:22:00 AM

    EU-Gipfel: Litauischer Präsident fordert mehr Hilfe für Ukraine

    Litauens Präsident Gitanas Nauseda hat die EU-Partner zu einem noch stärkeren Engagement für die von Russland angegriffene Ukraine aufgerufen. "Wir müssen die Ukraine mehr unterstützen", sagte Nauseda am Freitag am Rande eines informellen Treffens mit den anderen Staats- und Regierungschefs der EU in Prag. Dies gelte insbesondere nach der Organisation der "sogenannten Referenden" in ukrainischen Gebieten und der Teilmobilmachung Russlands. "Die Ukraine braucht unsere Unterstützung - nicht morgen, sie braucht unsere Unterstützung heute."

    Nauseda zeigte sich insbesondere offen für die Forderung nach weiteren Waffenlieferungen an die Ukraine. Sie wurde am Rande des EU-Treffens in der Prager Burg auch von Demonstranten vorgebracht. Unter anderem Mitglieder der europäischen Partei Volt hielten am Eingang Poster mit der Aufschrift "Westliche Panzer für die Ukraine" hoch.
  • 10/7/20229:19:10 AM

    Friedensnobelpreis mit klarem Bezug zum Ukraine-Krieg

  • 10/7/20228:58:40 AM
  • 10/7/20228:35:00 AM

    EU-Chefdiplomat will weitere Militärhilfe

    Zur Stärkung der ukrainischen Streitkräfte sollen nach dem Willen des EU-Außenbeauftragten Josep Borrell weitere EU-Gelder freigegeben werden. Er werde den EU-Gipfel um Unterstützung für den Vorschlag einer weiteren Auszahlung aus der sogenannten Europäischen Friedensfazilität bitten, sagte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell am Freitag am Rande des Treffens in Prag. Bislang wurden fünf mal je 500 Millionen Euro bewilligt, insgesamt also 2,5 Milliarden Euro.

    Den formellen Vorschlag will Borrell beim Treffen der EU-Außenminister Mitte des Monats vorlegen. Dann soll es auch einen Vorschlag für eine Trainingsmission für die ukrainische Armee geben.
  • 10/7/20227:25:00 AM

    Saporischschja: Elf Tote nach Wohnhaus-Beschuss

    Beim Beschuss von Wohngebäuden in der Stadt Saporischschja sind ukrainischen Angaben zufolge mindestens elf Menschen getötet worden. Weitere 21 Bewohner seien nach den russischen Angriffen am Donnerstag teils schwer verletzt aus den Trümmern gerettet worden, teilte der ukrainische Zivilschutz am Freitag mit. Auf Fotos ist zu sehen, wie Rettungskräfte sich durch den Schutt wühlen, um Vermisste zu finden. Von den Raketen getroffen wurden den Angaben zufolge zwei mehrstöckige Häuser.

    Das Gebiet Saporischschja ist eines von vier Gebieten, das neben Cherson, Donezk und Luhansk vor rund einer Woche offiziell von Russland annektiert wurde. Bislang halten russische Truppen rund 70 Prozent der Region besetzt - allerdings nicht die Gebietshauptstadt Saporischschja selbst.
  • 10/7/20227:12:16 AM

    Britischer Geheimdienst: Ukraine nutzt zum Großteil erbeutete Panzer

    Die ukrainische Armee nutzt nach Ansicht britischer Militärexperten inzwischen in großen Teilen von der russischen Invasionsarmee erbeutete Fahrzeuge. Mehr als die Hälfte der im Einsatz befindlichen ukrainischen Panzer stammen aus den Beständen Moskaus, hieß es in dem täglichen Geheimdienst-Update des britischen Verteidigungsministeriums zum Ukraine-Krieg am Freitag. "Die Ukraine hat seit der Invasion wahrscheinlich mindestens 440 Kampfpanzer und etwa 650 gepanzerte Fahrzeuge erbeutet."

    Das Versäumnis russischer Besatzungen, funktionsfähiges Material vor einem Rückzug oder einer Aufgabe zu zerstören, zeige, wie schlecht die russischen Soldaten ausgebildet seien und wie niedrig die Kampfmoral sei. Es sei wahrscheinlich, dass die Russen weiterhin schwere Waffen verlieren, hieß es weiter.
  • 10/7/20225:50:45 AM

    Appell an G20: Krisen bewältigen statt Streitereien

    Zivilgesellschaftliche Organisationen haben die Gruppe der großen Wirtschaftsmächte aufgefordert, auf dem G20-Gipfel im November trotz ihrer Differenzen gemeinsam Lösungen für die globalen Krisen anzupacken. In einem Kommuniqué zum Abschluss ihrer dreitägigen Beratungen am Freitag in Nusa Dua auf der indonesischen Insel Bali beklagten Nichtregierungsorganisationen (NGO) aus 65 Staaten, dass zahlreiche G20-Ministertreffen im Vorfeld wegen der Streitigkeiten keine Erklärungen zustande gebracht hätten.

    "Das besorgt uns enorm, da es zeigt, dass die G20-Gruppe nicht in der Lage war, ihre Differenzen außen vor zu lassen", heißt es in der Abschlusserklärung der knapp 700 Teilnehmer an den virtuell und vor Ort abgehaltenen persönlichen Beratungen. Mit Blick auf die Folgen der Pandemie, des Ukraine-Krieges und anderer Konflikte hieß es: "Millionen von Menschen leiden unter mehrdimensionalen Krisen." Genannt wurden Gesundheit, Ernährung, Energie, Klima, Finanzen und humanitäre Probleme, die sich verschärft hätten.
  • 10/7/20225:29:00 AM

    Selenskyj meldet Rückzug Tausender russischer Soldaten

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj meldet den Rückzug Tausender russischer Soldaten nach dem Zusammenbruch der Frontlinie zunächst im Nordosten, dann seit Wochenbeginn auch im Süden. In einer Videoansprache am Donnerstagabend sagt Selenskyj ukrainische Streitkräfte hätten mehr als 500 Quadratkilometer und Dutzende Ortschaften im Gebiet um Cherson zurückerobert. Diese Angaben konnten nicht unabhängig überprüft werden.
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