Krieg in der Ukraine

Ukraine-Krieg-LIVETICKER - Bei Atomwaffen-Einsatz: USA drohen Russland mit "katastrophalen Konsequenzen"

Die USA haben Russland im Falle eines Atomwaffen-Einsatzes mit Konsequenzen gedroht.
Die USA haben Russland im Falle eines Atomwaffen-Einsatzes mit Konsequenzen gedroht.
www.imago-images.de, IMAGO/Andreas Beil

Russland hat im Februar einen Angriffskrieg gegen die Ukraine begonnen. Alle Entwicklungen zum Ukraine-Krieg lesen Sie in unserem Live-Ticker.

  • 9/25/20228:45:03 PM

    Bei Atomwaffen-Einsatz: USA drohen Russland mit "katastrophalen Konsequenzen"

    Die USA haben Russland mit "katastrophalen Konsequenzen" gedroht, sollte es Atomwaffen gegen die Ukraine einsetzen. "Die USA werden entschlossen reagieren", sagt der Nationale Sicherheitsberater Jake Sullivan dem Sender NBC.

    Zu CBS sagte Sullivan zudem, man habe Russland "direkt, privat, auf sehr hoher Ebene" mitgeteilt, dass jeder Einsatz von Atomwaffen heftige Konsequenzen nach sich ziehen würde. Zuvor hatte Russlands Außenminister Sergej Lawrow erklärt, nach einer möglichen Annexion der Regionen Cherson und Saporischschja in der Ukraine würde die russische Atom-Drohung auch für die neu annektierten Gebiete gelten. Wladimir Putin hatte vergangene Woche angekündigt, dass Russland alle seine Ressourcen nutzen werde, um sein Volk zu verteidigen.
  • 9/25/20228:17:38 PM

    Selenskyj: Russlands Mobilisierung trifft besonders ethnische Minderheiten

    Die von Kremlchef Wladimir Putin in Russland angeordnete Teilmobilmachung trifft laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ethnische Minderheiten besonders hart. "Wir sehen, dass Menschen, besonders in Dagestan, angefangen haben, um ihr Leben zu kämpfen", sagte Selenskyj in seiner Videoansprache in der Nacht zum Montag. Er bezog sich dabei auf heftige Proteste, die Stunden zuvor in der muslimisch geprägten russischen Teilrepublik Dagestan im Kaukasus ausgebrochen waren.

    In einem Dorf, aus dem 110 Männer für den Krieg gegen die Ukraine eingezogen werden sollten, gingen Polizisten dabei am Sonntag sogar mit Warnschüssen gegen Demonstranten vor. "Ich betone einmal mehr: Es gibt keinen Ausweg", sagte Selenskyj. "Flieht. Oder begebt euch bei der ersten Gelegenheit in ukrainische Gefangenschaft."
  • 9/25/20227:38:22 PM

    Slowakei gegen generelle Aufnahme russischer Kriegsdienstverweigerer

    Während Deutschland darüber noch diskutiert, hat das Ukraine-Nachbarland Slowakei die generelle Aufnahme russischer Kriegsdienstverweigerer abgelehnt. "Die Slowakei beurteilt jeden Einzelfall individuell", erklärte Außenamtssprecher Juraj Tomaga am Sonntag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Die Slowakei vergebe zwar grundsätzlich Visa aus humanitären Gründen, es gebe aber keine eindeutige Regel, nach der auch Kriegsdienstverweigerung als Grund dafür ausreiche.
  • 9/25/20226:45:47 PM

    Selenskyj: Haben fortschrittliche US-Flugabwehr erhalten

    Die Ukraine hat nach Darstellung von Präsident Wolodymyr Selenskyj von den USA fortschrittliche Flugabwehrsysteme enthalten. Seine Aussage in einer englischen Fassung eines Interviews ist die erste Bestätigung, dass das National Advanced Surface-to-Air Missile System (NASAMS) die Ukraine erreicht hat. Die Regierung in Washington genehmigte deren Lieferung im vergangenen Monat.
  • 9/25/20225:57:34 PM

    Selenskyj: Annexion macht Verhandlungen mit Russland unmöglich

    Eine Annexion ukrainischer Gebiete durch Russland macht Verhandlungen mit dem Kreml aus Sicht des ukrainischen Präsident Wolodymyr Selenskyj unmöglich. Die Regierung in Moskau könne den Abschluss der Abstimmungen und die Ergebnisse offiziell verkünden. "Dies würde eine Fortsetzung der diplomatischen Verhandlungen mit dem Präsidenten der Russischen Föderation auf jeden Fall unmöglich machen", sagte Selenskyj dem US-Sender CBS News in einem am Sonntag veröffentlichten Interview. Kremlchef Wladimir Putin wisse das sehr gut.
  • 9/25/20224:29:14 PM

    Selenskyj über russische Atomdrohungen: Putin blufft nicht

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat deutlich gemacht, dass er die Atomdrohungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin ernst nimmt. "Vielleicht war es gestern ein Bluff. Jetzt könnte es Realität sein", sagte Selenskyj dem US-Sender CBS News in einem am Sonntag veröffentlichten Interview laut Übersetzung. Selenskyj verwies auf die Gefechte um das von Russland besetzte ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja und sagte: "Er will die ganze Welt erschrecken. Dies sind die ersten Schritte seiner nuklearen Erpressung. Ich glaube nicht, dass er blufft."

    Putin hatte am Mittwoch die Mobilisierung von 300.000 Reservisten für den Angriffskrieg gegen die Ukraine angekündigt - er sagte dabei auch: "Wenn die territoriale Integrität unseres Landes bedroht wird, werden wir zum Schutz Russlands und unseres Volkes unbedingt alle zur Verfügung stehenden Mittel nutzen. Das ist kein Bluff." Beobachter sahen darin eine Drohung mit dem Einsatz von Atomwaffen.
  • 9/25/20224:24:29 PM

    Videos sollen Proteste in Dagestan zeigen: "Nein zum Krieg"

    Auf Dutzenden unbestätigten Videos in den sozialen Netzwerken sollen Zusammenstöße zwischen Mobilisierungs–Gegnern und der Polizei in der südrussischen Region Dagestan zu sehen sein. Demnach skandierten die Demonstranten in der Hauptstadt Machatschkala "Nein zum Krieg". Eine Stellungnahme der Polizei lag nicht vor. Einer Zählung des Senders BBC zufolge sind bislang mindestens 301 Soldaten aus dem mehrheitlich muslimischen Dagestan im Ukraine-Krieg gefallen. Das wäre die höchste Zahl für eine russische Region und mehr als zehn mal die Zahl der Toten aus Moskau, das eine fünfmal größere Bevölkerung aufweist. Eine offizielle Aufschlüsselung der russischen Verluste liegt nicht vor.
  • 9/25/20223:20:39 PM

    3000 Menschen demonstrieren für Öffnung von Nord Stream 2

    Für die Öffnung der deutsch-russischen Gaspipeline Nord Stream 2 und für bezahlbare Energie haben am Sonntag rund 3000 Menschen im vorpommerschen Lubmin demonstriert. Die Kundgebung verlief bis zum späten Nachmittag friedlich und ohne Auffälligkeiten, sagte ein Polizeisprecher. Die Veranstalter hatten rund 5000 Leute erwartet.
  • 9/25/20222:47:26 PM

    Truss: Sollten nicht auf Putins Säbelrasseln hören

    Die britische Premierministerin Liz Truss hat die Länder des Westens aufgefordert, sich nicht vom russischen Präsidenten Wladimir Putin provozieren zu lassen. "Wir sollten nicht auf sein Säbelrasseln und seine leeren Drohungen hören", sagte Truss dem US-Sender CNN in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview. "Stattdessen müssen wir Russland weiterhin mit Sanktionen belegen und die Ukrainer unterstützen."

    Wenn Putin Erfolg hätte, wäre das nicht nur eine schreckliche Botschaft in Europa und eine große Bedrohung für die ukrainische Bevölkerung selbst, sagte Truss. "Es wäre auch eine Botschaft an andere autoritäre Regime auf der ganzen Welt, dass es irgendwie akzeptabel ist, in ein souveränes Land einzufallen." Deshalb sei es so wichtig, dass der Westen weiterhin geschlossen handle.
  • 9/25/20221:55:00 PM

    Auch Serbien will Scheinreferenden in Ukraine nicht anerkennen

    Trotz der guten Beziehungen Serbiens zu Moskau wird die Regierung in Belgrad die Ergebnisse der Scheinreferenden in den von Russland besetzten Gebieten in der Ukraine nicht anerkennen. Das sagte Serbiens Außenminister Nikola Selakovic am Sonntag bei einer Pressekonferenz in Belgrad, wie serbische Medien berichteten. Eine Anerkennung dieser Scheinreferenden "würde völlig gegen unsere nationalen und staatlichen Interessen, die Wahrung der Souveränität und territorialen Integrität und die Unverletzlichkeit der Grenzen verstoßen", sagte der Minister.
  • 9/25/20221:40:00 PM

    Bürgerrechtler: Warnschüsse bei Anti-Kriegs-Protest in Russland

    Bei einem Protest gegen die Mobilmachung von Reservisten sind Polizisten laut Bürgerrechtlern in der russischen Teilrepublik Dagestan im Kaukasus mit Warnschüssen gegen Demonstranten vorgegangen. Im Dorf Endirej blockierten Anwohner eine Straße, um so die von Russland Präsident Wladimir Putin angeordnete Teilmobilisierung zu behindern, wie die unabhängige Organisation OVD-Info am Sonntag mitteilte.

    Auf Videos ist zu sehen, wie Polizisten Gewehre in die Luft richten, dann sind Schüsse zu hören. Auch Gerangel zwischen Anwohnern und Beamten ist zu sehen. Laut dagestanischen Medien war der Protest eine Reaktion darauf, dass aus dem Dorf 110 Männer in den Krieg gegen die Ukraine gezwungen wurden.
  • 9/25/20221:24:30 PM

    "Absolut inakzeptabel!" Putin-Verbündete kritisieren Mobilmachung in Russland scharf

    Zwei Spitzenvertreter des russischen Parlaments und enge Verbündete von Präsident Wladimir Putin zeigen Verständnis für die zahlreichen Beschwerden über die Kampagne zur Mobilisierung Hunderttausender Soldaten. Walentina Matwijenko, die Vorsitzende des Föderationsrats, des Oberhauses des russischen Parlaments, verwies auf Berichte, wonach auch Männer einberufen wurden, die von der kürzlich verkündeten Teilmobilisierung eigentlich nicht betroffen sein dürften. "Solche Auswüchse sind absolut inakzeptabel. Und ich halte es für absolut richtig, dass sie eine scharfe Reaktion in der Gesellschaft auslösen", schrieb sie auf Telegram. Die Regionalgouverneure Russlands seien für die Umsetzung verantwortlich. Sie müssten sicherstellen, dass die Kriterien der Teilmobilisierung vollständig und fehlerfrei beachtet würden. 

    Wjatscheslaw Wolodin, der Vorsitzende des Unterhauses, der Duma, wiederum erklärte, dass Fehler, sollten sie gemacht worden sein, korrigiert werden müssten. "Behörden auf allen Ebenen sollten sich ihrer Verantwortung bewusst sein."
  • 9/25/20221:20:00 PM

    Russe bleibt Präsident des Box-Weltverbands - Ukraine suspendiert

    Umar Kremlew bleibt für weitere vier Jahre Präsident des Box-Weltverbandes IBA. Auf dem Außerordentlichen Kongress im armenischen Eriwan stimmten am Sonntag fast 75 Prozent der Delegierten gegen Neuwahlen, wodurch Kremlew im Amt bleibt. Der 39-Jährige ist seit 2020 Präsident der IBA und gilt als enger Vertrauter seines Vorgängers Gafur Rachimow (Usbekistan), der sein Amt wegen Korruptionsvorwürfen abgeben musste.

    Im Vorfeld der Abstimmung hatte die vorläufige Suspendierung der Ukraine für Unruhe gesorgt. Wie die IBA mitteilte, sei dies wegen der Einmischung des Staates in die Arbeit des nationalen Verbandes erfolgt. Der ukrainische Verband reagierte am Samstag in einem Brief aus Kiew empört auf die Maßnahme und forderte alle IBA-Mitgliedsverbände auf, die laut Satzung für die Suspendierung notwendige Zustimmung des Kongresses dafür zu verweigern.
  • 9/25/20221:08:20 PM

    Marineinspekteur: Russische Marine geht gestärkt aus Krieg hervor

    Die Aufrüstung der russischen Marine geht trotz westlichem Embargo und Ukraine-Krieg nach Einschätzung des deutschen Marineinspekteurs Jan Christian Kaack weiter. "Ich gehe davon aus, dass die russische Marine im Wesentlichen gestärkt aus dem Ukraine-Krieg herausgehen wird", sagte der Vize-Admiral der "Welt". "Wir erkennen derzeit den ungebremsten Neubau von modernen Einheiten, die hoch effektiv ausgerüstet sind. Da scheint das westliche Embargo noch nicht zu greifen."

    Die Einheiten würden mit Überschallwaffen oder ballistischen Iskander-Raketen ausgestattet. Die Ankündigung des russischen Präsidenten Wladimir Putin, neuartige Hyperschall-Seeraketen namens "Zirkon" schon bald auf einer Fregatte in Dienst zu stellen, sei keine Propaganda: "Ich nehme das ernst. Sehr ernst."
  • 9/24/20228:41:27 PM

    Selenskyj: Flucht ist besser als Verstümmelung und Anklage

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ermuntert Russen, sich der Teilmobilisierung zu entziehen. "Vor dieser verbrecherischen Mobilmachung wegzulaufen ist besser, als verstümmelt zu werden und sich dann vor Gericht verantworten zu müssen, weil man sich an einem Angriffskrieg beteiligt hat", sagte er auf Russisch in seiner abendlichen Video-Ansprache.
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