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Ukraine-Konflikt: Regierung schließt Gespräche mit Separatisten aus

Ukraine-Konflikt: Regierung schließt Gespräche mit Separatisten aus

Soldaten sitzen auf einem gepanzerten Fahrzeug vor einer ukrainischen Flagge
Eine Lösung des bewaffneten Konflikts in der Ukraine ist nicht in Sicht.
dpa, Roman Pilipey

Prowestliche Regierung sieht keine baldige Gesprächsmöglichkeit

Im Ukraine-Konflikt hat die Führung in Kiew erneute Gespräche mit den prorussischen Separatisten vorerst ausgeschlossen.

Die Aufständischen im Osten der Ex-Sowjetrepublik würden bisher nicht einmal jene Friedensschritte unternehmen, die im September in Minsk vereinbart worden seien, sagte Markijan Lubkiwski vom Sicherheitsdienst in Kiew örtlichen Medien zufolge. "Es wird kein Minsk-2 geben. Wir haben Minsk-1 und jene Vereinbarungen, die erfüllt werden müssen", betonte der Berater der prowestlichen Regierung. Eine neue Sitzung der Kontaktgruppe unter Beteiligung Russlands und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) sei nicht in Sicht. Die militanten Aufständischen werfen ihrerseits der ukrainischen Armee vor, die Beschlüsse von Minsk zu verletzen.

Im Konfliktgebiet Ostukraine kam es erneut zu Gefechten. Dabei seien mindestens sechs Soldaten verletzt worden, teilte das Militär mit. Die Separatisten beschuldigten die Regierungseinheiten, auch zivile Ziele unter Feuer zu nehmen. Dabei seien nahe der Großstadt Donezk zwei Frauen getötet worden. Unabhängige Angaben lagen nicht vor. Die Konfliktparteien hatten sich Anfang September in Minsk auf eine unbefristete Feuerpause geeinigt, die kaum noch eingehalten wird.