UFO-Forschung: Pentagon gab jahrelang heimlich Millionen aus

Im US-Verteidigungsministerium Pentagon wurde jahrelang heimlich nach UFOs geforscht.
Im US-Verteidigungsministerium Pentagon wurde jahrelang heimlich nach UFOs geforscht.
© dpa, Charles Dharapak, CD MM**NY** hel abl hjb wst

17. Dezember 2017 - 16:53 Uhr

Das Programm zur UFO-Forschung wurde geheim gehalten

Das Pentagon in Washington forschte jahrelang heimlich nach mysteriösen Flugobjekten. Eine ganze Abteilung beschäftigte sich nur mit angeblichen UFO-Sichtungen und Berichten über außerirdischen Besuch. Laut 'New York Times' und 'Politico' bekam das 'Advanced Aoerospace Threat Identification Program' dafür jedes Jahr 22 Millionen Dollar zur Verfügung gestellt. Das Geld sei im Verteidigungshaushalt versteckt gewesen, um das Programm geheim zu halten.

2012 wurde das Programm des Pentagons wieder eingestellt

Von 2007 bis 2012 wurde intensiv nach UFOs geforscht, dann wurde das Programm wieder eingestellt. Man habe sich damals entschieden, dass es wichtigere Dinge gebe, die man mit dem Geld finanzieren könne, sagte Dana White, Sprecherin des US-Verteidigungsministeriums den Medien. Viele Mitarbeiter sollen aber auch danach noch Berichten über mysteriöse Flugobjekte nachgegangen sein – neben ihren anderen Aufgaben.

Die Mitarbeiter des Programms verfassten in den fünf Jahren Dokumente, in denen verschiedene Flugobjekte beschrieben wurden, die im Laufe der Zeit gesichtet worden waren. Darunter soll auch ein Bericht über ein Flugzeug sein, das sich mit extrem hoher Geschwindigkeit bewegt habe, ohne sichtbare Zeichen eines Antriebs.

Das meiste Geld floss in ein Forschungsunternehmen

Harry Reid, der damalige Mehrheitsführer im US-Senat, hatte das Programm ins Leben gerufen. Der Demokrat habe schon immer großes Interesse an Weltraumphänomenen gehabt, berichtet die 'New York Times'. Besonders brisant: Das meiste Geld, das dem Programm zur Verfügung gestellt wurde, floss an ein Forschungsunternehmen des Milliardärs Robert Bigelow, ein langjähriger Freund des Politikers Reid. Zumindest er glaubte an den Erfolg der Mission. Er sei "absolut überzeugt", dass UFOs existieren und die Erde besucht hätten, erklärte er in einer Fernsehsendung.

Zwischen 1947 und 1969 beschäftigte sich die US-Luftwaffe schon einmal mit Thema. Damals wurden 12.000 UFO-Sichtungen untersucht. Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass es in den meisten Fällen eine ganz banale Erklärung für die mysteriösen Erscheinungen gab. Die angeblichen UFOs entpuppten sich als gewöhnliche Wolken oder Flugzeuge. Nur 701 Fälle blieben damals ungeklärt, berichtet die 'New York Times'.