Verein weist Bericht zurück

UEFA-Behörde empfiehlt Champions-League-Ausschluss von Manchester City

Brighton & Hove Albion - Manchester City
Brighton & Hove Albion - Manchester City
© dpa, Nick Potts, wal nwi

15. Mai 2019 - 9:43 Uhr

New York Times: Finanzwächter empfehlen City-Ausschluss

Auf die Meister-Party könnte bei Manchester City ein langer, ekelhafter Kater folgen. Wie die New York Times berichtet, empfiehlt die Finanzkontrollbehörde der UEFA, den Scheich-Club aus der Champions League zu verbannen. Der Grund: Verstöße gegen das Financial Fairplay im Fußball. ManCity wies den Bericht zurück.

Offizielle Empfehlung noch diese Woche

Demnach sollen sich die Finanzwächter der UEFA vor zwei Wochen in der Zentrale des europäischen Dachverbandes in Nyon (Schweiz) getroffen haben, um die Ergebnisse ihrer Untersuchung abzuschließen.

Laut New York Times fordert die Kontrollbehörde, Manchester City für mindestens eine Saison von der Königsklasse auszuschließen. Das letzte Wort hat Yves Leterne, der Leiter der Untersuchung. Die endgültige Empfehlung soll noch in dieser Woche folgen. Unklar sei bislang, wann eine mögliche Sperre in Kraft treten würde.

Manchester frischgebackener Meister

ManCity hatte erst am Sonntag den zweiten Premier-League-Titel in Folge gewonnen. Das Team von Pep Guardiola setzte sich in einem hochklassigen Meisterschaftskampf mit einem Punkt vor dem von Jürgen Klopp trainierten FC Liverpool durch.  

Den Bericht, der sich auf "Personen, die mit dem Fall vertraut sind", berufe, bezeichnete der Verein als "extrem beunruhigend". Man kooperiere voll und ganz mit der UEFA-Finanzkontrollbehörde (CFCB IC) und verlasse sich auf "die Unabhängigkeit der CFCB IC und deren Verpflichtung zu einem ordnungsgemäßen Verfahren".

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Football Leaks bringt City in die Bredouille

In den vergangenen Jahren investierten die 'Citizens' mehr als eine Milliarde in neue Spieler. In der Champions League schaffte es der von Petro-Dollars aus Abu Dhabi gepuderte Club dennoch nie ins Finale. 

In Verruf geriet der Club durch die Football-Leaks-Veröffentlichungen. Die Enthüllungsplattform deckte Ende 2018 anhand von E-Mails und internen Club-Dokumenten unlautere Finanzmethoden der 'Skyblues' auf.

City-Eigentümer Scheich Mansour soll über Jahre verschleierte Zahlungen an den Verein geleistet haben. Dies geht aus Dokumenten hervor, die dem Nachrichtenmagazin Spiegel und dem Recherchenetzwerk EIC vorliegen.

Abgewickelt worden sei der Betrug mit Sponsoren, die viel weniger bezahlt haben sollen, als vertraglich festgeschrieben. Die Differenz sei dann aus dem Privatvermögen des Scheichs geflossen.

RTL.de/SID