Üble Zustände für Migranten-Kinder in den USA

Vater berichtet von sexuellen Übergriffen auf seinen Sohn

16. August 2019 - 20:43 Uhr

Vater erhebt schwere Vorwürfe

Die Situation in den USA wird für Kinder von Migranten immer prekärer: Ein Vater berichtet gegenüber der Nachrichten-Agentur "AP" von sexuellen Übergriffen auf seinen Sohn, nachdem die US-Behörden die Familie an der Grenze auseinanderrissen. In einem US-Pflegeheim soll der achtjährige Junge aus Guatemala von anderen Kindern sexuell belästigt worden sein. Im Video erzählt der Vater, was er und sein Sohn durchmachen mussten.

Vater: "Ein glücklicher Junge, bis wir zur Grenze kamen"

"Er war ein glücklicher Junge, bis wir zur Grenze kamen. Jetzt, nach all dem, was er durchmachen musste, ist er traumatisiert", erzählt der Vater in unserem Video. Aus Angst vor Konsequenzen möchte er anonym bleiben.

Als die Familie die Grenze in Arizona überquerte, sollen Grenzschutzbeamte den Jungen aus den Armen des Vaters gerissen haben. Dann sperrten die Beamten den Mann aus Guatemala in ein Gefangenenlager - sein Sohn wurde in ein von den USA finanziertes Pflegeheim für Migrantenkinder gebracht.

Gesundheits- und Sozialdienst wollen sich nicht zu dem Fall äußern

Dort sollte eine angemessene Betreuung für den Achtjährigen ermöglicht werden. Stattdessen berichtete der Junge einem Betreuer, dass er wiederholt von anderen Kindern im Pflegeheim sexuell belästigt wurde.

Auf Anfrage von "AP" wollten sich Gesundheits- und Sozialdienst nicht zu dem Fall äußern. Sie unterstrichen aber, dass alle Kinder in den Pflegeeinrichtungen mit Würde und Respekt behandelt würden.