Überschreitung der Grenzwerte: Verwaltungsgericht ordnet Diesel-Fahrverbote für Köln und Bonn an

Verwaltungsgericht entscheidet über Diesel-Fahrverbot
Verwaltungsgericht entscheidet über Diesel-Fahrverbot
© dpa, Jens Büttner, jbu gfh wst

08. November 2018 - 14:57 Uhr

Die Deutsche Umwelthilfe hatte geklagt

Die Städte Köln und Bonn müssen wegen hoher Luftverschmutzung ab April 2019 Fahrverbote für ältere Diesel-Fahrzeuge einführen. Das hat das Kölner Verwaltungsgericht am Donnerstag entschieden. Anlass war eine Klage der Deutschen Umwelthilfe, weil die Stickoxidwerte in beiden Städten teils zu hoch sind.

Köln: Höchste Schadstoff-Werte festgestellt

Die Forderung der Deutschen Umwelthilfe lautete, den Luftreinhalteplan endlich zu verschärfen und EU-Grenzwerte für den Schadstoff Stickstoffdioxid (NO2) einzuhalten. Die Klage richtet sich vor allem gegen die Städte Köln und Bonn, wo ebenfalls Grenzwerte überschritten wurden. Mit dem Verbot zieht das Gericht nach: In Berlin, Hamburg und Stuttgart gibt es bereits Straßen, die von Diesel-Autos nicht befahren werden dürfen.

In Köln, genauer gesagt am Clevischen Ring, einer Hauptverkehrsstraße in Köln-Mülheim, lag der Wert 2017 zweitweilig bei 62 Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter und damit deutlich über dem EU-Grenzwert von 40 Mikrogramm. Das ist der höchste Wert in NRW.

Das Fahrverbot für Köln beschränkt sich auf eine bestimmte Umweltzone, in Bonn soll es auf zwei stark befahrenen Straßen streckenbezogene Fahrverbote geben.

Quelle: DPA / RTL.de