Selbstisolation in Großbritannien

Überraschung zum 92. Geburtstag - trotz Corona-Quarantäne!

26. März 2020 - 15:56 Uhr

Im Video: eine rührende Geste von Freunden und Nachbarn

Peter Sheen gehört zu den Menschen in Großbritannien, für die es besonders wichtig ist, sich von der Außenwelt abzuschotten. Mit seinen stolzen 92 Jahren fällt er in die Risikogruppe derer, denen von der britischen Regierung eindringlich dazu geraten wurde, ihr Haus zwölf Wochen lang nicht zu verlassen. Peter aus Hertfordshire befürchtete daher, seinen Geburtstag alleine verbringen und auf Besuche verzichten zu müssen. Doch seine Freunde und Nachbarn organisierten ihm eine besondere Überraschung. Die rührende Geste, die den Geburtstag von Peter dann doch noch zu etwas Besonderem gemacht hat - im Video.

Johnson findet klare Worte: „You must stay at home”

Millionen anderen Menschen im Land geht es ebenso wie Peter. Sie halten sich vorwiegend zu Hause auf, denn spätestens seit Beginn dieser Woche ist vielen bewusst geworden, wie wichtig es ist, den Kontakt zu anderen Menschen auf ein Minimum herunterzufahren. Boris Johnson fand am Montagabend klare Worte, als er sich in einer Ansprache an sein Volk wandte: "You must stay at home", so der Premierminister. Nur noch aus bestimmten Gründen dürfen die Briten ihre eigenen vier Wände verlassen.

Was ist in Großbritannien erlaubt, was nicht?

Erlaubt ist, einmal am Tag Sport zu treiben, das Haus wegen Arztbesuchen oder dem Einkaufen von Lebensmitteln zu verlassen und zur Arbeit zu fahren. Doch auch das wird in Großbritannien nicht mehr gern gesehen. Wer von zu Hause aus arbeiten kann, solle das unbedingt tun. Gruppenansammlungen von mehr als zwei Personen sind untersagt, es sei denn, mehr als nur zwei Familienmitglieder teilen sich einen Haushalt. Wer diese Regeln nicht beachtet, muss mit Bußgeldern rechnen.

Wichtiger Rat für kranke und alte Menschen

"Stay at home" – Die drei Worte prangen im Land auf Anzeigen an Bushaltestellen, wurden den Bürgern sogar per SMS zugeschickt. Der National Health Service identifizierte 1,5 Millionen Menschen mit Vorerkrankungen, die zur Risikogruppe gehören und sich keinesfalls mit dem Virus anstecken sollen. Diesem Anteil der Bevölkerung wurden Briefe zugeschickt, ebenfalls mit der Bitte, sich hauptsächlich drinnen aufzuhalten. Auch von den Bürgern in Großbritannien wird in diesen Zeiten viel verlangt.