Überraschendes Treffen in Südkorea: Kim Jong Un besucht erneut Moon Jae In

26. Mai 2018 - 14:48 Uhr

Das Treffen zwischen Nord- und Südkorea wurde nicht angekündigt

Damit hat niemand gerechnet: Der südkoreanische Präsident Moon Jae In und der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un haben sich überraschend getroffen. Das teilte das Präsidialamt in Seoul mit. Die beiden hatten zuletzt ein Gipfeltreffen im April, nachdem vorher lange Funkstille geherrscht hatte. Das erneute Treffen zwischen Kim und Moon war vorher nicht angekündigt worden.

Bei dem Treffen ging es auch um Donald Trump

Wie schon am 27. April fand auch die neuerliche Begegnung im Grenzort Panmunjom statt. Im Mittelpunkt der Gespräche im Grenzort Panmunjom habe die Umsetzung ihrer Vereinbarungen beim ersten Treffen sowie die Bedingungen für den Erfolg eines möglichen Gipfels zwischen Kim und US-Präsident Donald Trump gestanden. Ergebnisse wurden aber noch nicht bekanntgegeben.

US-Präsident Donald Trump hatte ein geplantes Gipfeltreffen mit dem nordkoreanischen Machthaber zuerst abgesagt, dann aber via Twitter bekanntgegeben, dass er einen Gipfel mit dem nordkoreanischen Machthaber am 12. Juni in Singapur weiterhin für möglich hält. "Wir haben sehr produktive Gespräche mit Nordkorea darüber, den Gipfel wieder zu terminieren", schrieb Trump. Bei dem Treffen soll es um ein friedliche Lösung im Streits um das nordkoreanische Atomprogramm gehen.

Wenn es dazu komme, werde es wahrscheinlich bei dem ursprünglich anvisierten Datum, also dem 12. Juni, in Singapur bleiben, schrieb der US-Präsident weiter. Nötigenfalls könne das Treffen um einen Tag verlängert werden.

Historisches Treffen im April

Kim hatte bei dem ersten Gipfel mit Moon am 27. April auf südkoreanischer Seite von Panmunjom einen vollständigen Abbau seines Atomwaffenprogramms und ein Ende der Feindseligkeiten gegenüber Südkorea versprochen. Für das Treffen mit Moon hatte Kim als erster nordkoreanischer Führer seit dem Ende des Korea-Krieges (1950 bis 1953) die schwer bewachte Grenze überquert und südkoreanischen Boden betreten.


Quelle: DPA, RTL.de