2018 M12 6 - 12:10 Uhr

"Wenn jemand im Wasser ist, geht man vom Schlimmsten aus"

Bescheiden sprechen die beiden Berliner über ihre Tat, als sei es nichts Besonderes: Rico Hausmann und Ramon Grüger haben einem jungen Mann das Leben gerettet. Sie zogen den hilflosen 20-Jährigen aus der Spree. Ohne ihre Hilfe wäre er womöglich ertrunken.

Geretteter stark unterkühlt

Der Vorfall ereignete sich bereits am späten Montagabend. Die beiden Männer sind mit zwei Freundinnen in der Cuvrystraße im Berliner Bezirk Kreuzberg unterwegs, als ihnen aufgeregt ein Vater mit seinem Sohn entgegenkommt. Er macht sie auf einen 20-Jährigen aufmerksam, der im kalten Wasser der Spree verzweifelt um Hilfe ruft.

Verzweifelter Kampf im kalten Wasser

Ramon und Rico zögern keine Sekunde, hechten ans Ufer. Sie finden den jungen Mann, der verzweifelt versucht, aus dem Wasser zu kommen, es aber nicht schafft, die an dieser Stelle etwa ein Meter hohe Kaimauer zu überwinden.

Seine Retter knien sich auf den Boden, erreichen den Mann im Wasser gerade noch und schaffen es mit vereinten Kräften, ihn herauszuziehen. Der Vater hatte bereits die Rettungskräfte alarmiert. Der unterkühlte Mann wurde umgehend in ein Krankenhaus gebracht.

Unglücksursache unklar

Retter
Die selbstlosen Retter Rico Hausmann (links) und Ramon Grüger

Wie es zu dem Unglück kam, ist noch unklar. Klar war hingegen für Ramon und Rico, den Mann zu retten. "Wenn jemand im Wasser ist, geht man vom Schlimmsten aus, also ich meine, jeder, der bei Verstand ist, springt nicht bei den Temperaturen ins Wasser und deshalb geht man erstmal vom Schlimmsten aus und möchte einfach helfen", sagt Ramon.

Mehr über die vorbildliche Aktion - in unserem Video!