Übergriffe auf Frauen: Patrizia (18) entkam nur knapp einer Entführung

15. September 2016 - 19:23 Uhr

Die Männer, die sie überfielen, sind noch immer auf freiem Fuß

Es ist ein Gefühl, das fast alle Frauen kennen: Nachts und alleine unterwegs fühlt sich kaum eine Frau wohl und sicher. Viele haben schon ein Pfefferspray in der Hand, um mögliche Angriffe abzuwehren, andere nehmen gleich die Bahn. Aus Angst vor einem möglichen Angriff. Genau das ist Patrizia Rummel tatsächlich passiert.

Am 22. August war sie alleine zu Fuß unterwegs, als die 18-Jährige merkte, wie ihr ein Mann folgte. Es waren nur noch wenige Meter bis zu ihrer Wohnung, als ihr Verfolger sie einholte. Er versuchte sie in einen Transporter zu zerren. Offenbar war die Tat genau geplant: Der Tatort war schwer einsehbar, im Transporter waren die hinteren Sitze entfernt, eine Decke lag auf dem Boden. Offenbar war Patrizia ein Zufallsopfer, einfach zur falschen Zeit am falschen Ort.

Sie reagierte genau richtig, dank ihres Taekwondo-Unterrichts. Patrizia schaffte es mit gezielten Tritten, den Angreifer loszuwerden und konnte fliehen. Die Polizei empfiehlt, sich in solchen Fällen möglichst lautstark zur Wehr zu setzen. Insbesondere laute Hilferufe schrecken Angreifer oft ab.

Patrizias Verfolger sind bis heute auf freiem Fuß. Die Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. Sollten die Männer gefasst werden, könnte auch Patrizia endlich wieder angstfrei leben.