Über die Balkanroute auf dem Weg Richtung Deutschland - wie eine Flucht misslingt

"Sie behandeln uns sehr schlecht"

Flüchten, das alte Zuhause aufgeben, alles zurücklassen und in ein anderes Land aufbrechen. Das sagt sich leicht. Aber was steckt wirklich dahinter? RTL-Reporter Oliver Beckmeier hat Flüchtlinge auf der Balkanroute nach Deutschland begleitet.

Im dritten Teil unserer Wochenserie müssen sie über die Grenze nach Ungarn. Mehr als 40 Menschen sind in einem Sonderbus unterwegs Richtung Ungarn. Von dort geht es dann zu Fuß weiter. Rund drei Kilometer von hier entfernt liegt der Grenzübergang nahe der kleinen Stadt Horgos. Etwa 80 Menschen wollen noch in der Nacht über die Grenze.

Wie Reporter Beckmeier am nächsten Tag erfährt, kommt es nicht dazu. "Die Polizei hat uns erwischt und lässt uns nicht gehen. Sie behandeln uns sehr schlecht", erzählt ihm Majed, ein syrischer Familienvater. Bilder auf seinem Handy zeigen das Internierungslager, in dem die Flüchtlinge von den Behörden festgehalten werden. Auch am Budapester Hauptbahnhof steht die ungarische Polizei bereit, um Majed & Co. aufzuhalten, sofern sie denn die Hauptstadt noch erreichen.