26. April 2019 - 15:13 Uhr

Wie demokratisch ist Europa? Was kann ich selbst dazu beitragen? Antworten auf diese Fragen haben mehrere hundert vorwiegend junge Leute beim Hamburger "EuropaCamp" der Zeit-Stiftung gesucht. Mehr als 900 Interessierte haben sich für die zweitägige Veranstaltung in der Kulturfabrik Kampnagel angemeldet, wie eine Sprecherin am Freitag in Hamburg sagte. Darunter seien auch Schulklassen, die im Rahmen ihres Politik-Gesellschaft-Wirtschaft-Kurses das Camp besuchten.

Ziel des "EuropaCamps" sei es, den Besuchern zu zeigen, wie wichtig Demokratie heutzutage ist. Zudem sollten sie eine eigene Meinung zu Europa finden und erleben, dass man mehr als nur Wählen gehen kann, um die Demokratie in Europa zu verteidigen.

Das Konzept des "EuropaCamps" der Zeit-Stiftung basiert deshalb auf interaktiven Planspielen, Kunstaktionen, Konzerten, Theaterstücken und vielen Workshops. An beiden Tagen sollte es mehr als 30 verschiedene Formate geben. So können Jugendliche beispielsweise im "Unionslabor" in die Rolle europäischer Staatschefs schlüpfen und das Europa der Zukunft gestalten.

Zu den prominenten Gästen des Camps gehörten der Spitzenkandidat der Bewegung Demokratie in Europa 2025, der ehemalige griechische Finanzminister Gianis Varoufakis, Publizist Michel Friedmann sowie Grünen-Europaparlamentarier Sven Giegold.

Die Veranstalter hoffen, dass sie Politik am Ende so gut erklärt und spannend gemacht haben, dass mehr Menschen am 26. Mai bei der Europawahl ihre Stimme abgeben, wie die Sprecherin weiter sagte.

Quelle: DPA