17.250 Euro in nur 17 Tagen

Sohn spendet sämtliche Familienersparnisse an Online-Gamer

Diese Fan-Liebe eines jungen Gamers ging wohl etwas zu weit
© Gorodenkoff Productions OU (Gorodenkoff Productions OU (Photographer) - [None], iStockphotos, Gorodenkoff Productions OU

23. Juli 2020 - 16:34 Uhr

Spendenfalle Twitch: Mutter ist fassungslos

Na, da hat wohl einer richtig großen Mist gebaut: Wie eine Mutter auf Reddit berichtet, hat ihr lieber Sohnemann innerhalb kürzester Zeit ungerechnet 17.250 Euro auf der Online-Plattform Twitch verballert. Twitch ist ein Live-Streaming-Videoportal, das hauptsächlich zur Übertragung von Videospielen genutzt wird - und gehört zu Amazon. Dort kann ein Fan seinen Idolen auch Geld spenden. Und von dieser Funktion machte der Fortnite-Verrückte dann auch ordentlich Gebrauch.

Gamer-Idole wurden reichlich beschenkt

Nur 17 Tage brauchte der Game-Fan aus den USA, um das gesamte Ersparte der Familie großzügig an seine Idole zu verteilen. Auf Twitch beschenkte der glühende Fortnite-Fan seine Idole "Tfue", "Gorb" und "Ewokttv" sowie zwei bekannte US-Profisportler. Laut Aussage der Mutter spendete der Spross knapp 20.000 US-Dollar, das sind umgerechnet 17.250 Euro, an seine Gamer-Idole. Die ersten verzweifelten Versuche der Eltern, sich das Geld wieder zurückzuholen, gingen daneben.

Hat er das Online-Banking-Passwort herausgefunden?

Wie kam es bloß zu diesem größtmöglichen Twitch-Unfall? Auf der Plattform kann man anderen Nutzern eigentlich gratis live beim Zocken zuschauen. Aber wenn ein Nutzer will, kein er seinen Idolen dort auch mit Spenden huldigen - viele professionelle Spieler leben sogar von diesen Zuwendungen. An das Geld der Eltern kam der junge Mann, so vermutet die Mutter auf Reddit, indem er das Online-Banking-Passwort herausgefunden hatte.  Damit lud er offenbar eine Geldkarte auf, die er eigentlich in der Schule zum Bezahlen des Mittagessens gebrauchte.

Rückzahlung nur durch Klage gegen eigenen Sohn möglich

Nachdem sie die finanzielle Katastrophe bemerkt hatte, nahm die Mutter des edlen Spenders direkt Kontakt zu ihrer Hausbank auf. Die Zahlungen könnten aber nur rückgängig gemacht werden, wenn die Mutter Anklage gegen ihren eigenen Sohn erhebt, so die Bank.

Auch Twitch selbst und die Rechtsabteilung von Amazon wurden kontaktiert. Dort erhielt die Frau keine Rückmeldung. Einige der Live-Gamer-Stars wurden ebenfalls angefragt und gebeten, das Geld zurückzuzahlen. Die gaben allerdings an, sie könnten die Spenden nicht mehr nachverfolgen, da die Verantwortlichen bei Twitch das Konto des Kindes in der Zwischenzeit gelöscht hatten.

Gut zu wissen: Banking-Apps - bei diesen Anbietern ist Ihr Geld gut aufgehoben!

Für Online-Banking braucht es keinen Computer oder Laptop mehr: Dank Smartphone-App lassen sich der Blick auf den Kontostand, Überweisungen und Co. inzwischen auch bequem unterwegs erledigen. Aber nicht alle sind gleich gut: Stiftung Warentest hat 19 Anwendungen – jeweils in der iOS- und Android-Version – von Banken, Sparkassen und Finanzdienstleistern geprüft. Die gute Nachricht vorweg: Sicherheitslücken wurden bei keiner gefunden.