TV-Jäger Steve Ecklund erlegt und kocht Puma - und so bestraft ihn das Netz dafür

23. Dezember 2017 - 17:49 Uhr

Diesmal ist Steve Ecklund zu weit gegangen

Zwei Wochen ist es her, dass der kanadische Moderator Steve Ecklund dieses Bild postete: Breit grinsend hält er seine neueste Jagd-Trophäe in den Armen - ein ausgewachsener Puma. Als wäre es nicht schon provokant genug, legte der Hobby-Jäger dann auch noch Fotos nach, die alles andere als appetitlich sind. Vorsicht - nichts für schwache Nerven!

"Aus der Wildnis auf dem Tisch, alles an einem Tag"

Neben dem Foto mit dem Puma präsentiert Ecklund rohe gehäutete Fleischstücke des Tieres, sowie kleinere Stücke, die in einer Pfanne braten. Der Text dazu lautet: "Aus der Wildnis auf den Tisch, alles an einem Tag … Job gut erledigt."

Ein bisschen Reis dazu und fertig ist das Puma-Schnitzel

Bilder wie diese werden in seiner kanadischen TV-Show 'The Edge' ständig gezeigt: Steve Ecklund ist leidenschaftlicher Jäger. Für seine neueste Beute reiste Ecklund in die tief verschneiten Wälder der kanadischen Berge nach Alberta. Dort erlegte er diesen prachtvollen Puma - auch Berglöwe genannt. Danach filetierte er das Fleisch und bereitete es als Abendessen vor - alles mit der Kamera festgehalten. Im Anschluss lud Ecklund die Bilder auf Facebook hoch. Pumas gibt es auf der Welt nur noch sehr wenige. Ein Grund mehr, warum sich das Netz tierisch über diese Schnappschüsse aufregt.

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"Er muss wohl irgendetwas kompensieren, wahrscheinlich einen kleinen Penis"

Nun sind die Fronten zwischen Tierjägern und Tierschützern – milde ausgedrückt – verhärtet. Und so ließ ein Shitstorm nicht lange auf sich warten. Die prominenteste Stimme war die von Laureen Harper, Ehefrau des ehemaligen kanadischen Premierministers Stephen Harper. Die bekannte Tierliebhaberin bezeichnete Ecklund öffentlich als 'widerlich': "Einen Puma mit Hunden zu jagen, bis sie ihn erschöpft haben, und dann ein ängstliches, in die Enge getriebenes und müdes Tier zu erschießen", und Harper hetzte weiter, nahm kein Blatt vor den Mund: "Was für ein Mistkerl … er muss wohl irgendetwas kompensieren, wahrscheinlich einen kleinen Penis." Ihre Ausdrucksweise ließ bei einigen den Verdacht aufkommen, ihr Twitter-Account sei gehackt worden. Deswegen stellt sie ein paar Minuten später klar: "Nicht gehackt, ich war wirklich sauer."

Aber sehen Sie im Video selbst, wie viel Hass Ecklund für seine Gräueltat ernten muss. Doch Vorsicht, einige Bilder können sehr verstörend sein!

Ecklund: Bin ein "sehr glücklicher Jäger"

Doch das alles kann einen echten Kerl und Jäger nicht anfechten. Im Gegenteil, es macht ihn alles noch stolzer: 900 Likes habe er auf Facebook schon, "450 Kommentare, 13 bestätigte Todesdrohungen, 754 Flüche", und er sei ein "sehr glücklicher Jäger". Außerdem, so seine Verteidigung für seine Jagd, werde er jeden Teil des Tieres nutzen.

Ecklund bekam auch Zuspruch, schließlich sei es legal in Alberta Pumas zu jagen, außerdem seien es ja Raubtiere, die dem Menschen gefährlich werden könnten. Rein rechtlich ist Ecklund nichts vorzuwerfen, davon ab muss sich jeder selbst sein Urteil bilden.