Erstes TV-Duell zwischen Donald Trump und Joe Biden

Corona, Steuern, Chaos: US-Amerikaner erwarten ganz großes Theater

Trump und Biden liefern sich am Dienstag das erste TV-Duell.
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01. Oktober 2020 - 6:56 Uhr

TV-Duell fünf Wochen vor der US-Präsidentschaftswahl

Amerika erwartet mit Spannung die erste TV-Debatte zwischen US-Präsident Donald Trump und seinen Herausforderer Joe Biden – und das fünf Wochen vor der Präsidentschaftswahl am 3. November. Die beiden Kandidaten stehen unter enormen Druck, denn vor dem Millionen-Publikum zählt jede Geste, jeder Gesichtsausdruck. 

US-Wahlkampf: Ein richtungsweisender Abend in Ohio

Am Dienstagabend sind Donald Trump und sein demokratischer Herausforderer Joe Biden in Cleveland im US-Bundesstaat Ohio eingetroffen, wo das erste TV-Duell zwischen den beiden stattfindet. Der Bundesstaat ist ein sogenannter Swing-State, in dem das Wahlergebnis häufig sehr knapp ausfällt. Für beide Kandidaten ist es ein richtungsweisender Abend. 

Schon seit Wochen stichelt Trump gegen Biden, er nennt ihn unter anderem "Sleepy Joe", den müden Joe. "Viele sagen, dass er leistungssteigernde Drogen nimmt. Ich bin bereit einen Drogentest zu machen, dass sollte er auch, weil er so unausgeglichen wirkt", sagte der US-Präsident.

Und sein Herausforderer? Lässt sich von Trumps Sticheleien nicht beeindrucken. Kurz vor dem TV-Duell twitterte er: "Sie verdienen einen Präsidenten, der Ihnen die Wahrheit sagt." Dazu veröffentlichte er ein kurzes Video, in dem dem republikanischen Amtsinhaber Trump Lügen vorgeworfen werden.

Kein Handschlag zwischen Trump und Biden

Vor fast leeren Rängen soll es eineinhalb Stunden um insgesamt sechs Themenkomplexe gehen: Wirtschaft, Rassismus, die Corona-Krise und mit ziemlicher Sicherheit auch um Trumps Steuererklärung. Gestern hatte die "New York Times" berichtet, Trump habe jahrelang keine Einkommenssteuer bezahlt. Sicherlich gefundenes Fressen für seinen Herausforderder im Rennen um das Weiße Haus. 

Übrigens: Einen Handschlag soll es nicht geben, wenn die beiden Kontrahenten aufeinandertreffen. Dabei soll es sich um eine Vorsichtsmaßnahme wegen der Corona-Pandemie handeln, aber vermutlich wäre diese bei diesen beiden Herren gar nicht nötig. Eine herzliche Begrüßung wäre wohl kaum zu erwarten.