Tutanchamun: Reinigungskräfte verunstalten Totenmaske mit Kleber

Der Pharao Tutanchamun erlangte spätestens 1922 Berühmtheit, als der Forscher Howard Carter seine Grabstätte im Tal der Könige bei Luxor in Ägypten fand.
Der Pharao Tutanchamun erlangte spätestens 1922 Berühmtheit, als der Forscher Howard Carter seine Grabstätte im Tal der Könige bei Luxor in Ägypten fand.
© picture alliance / dpa, Daniel Karmann

22. Januar 2015 - 19:40 Uhr

Spitzbart abgebrochen

Da dreht sich der Pharao im Sarkophag um: Beim Abstauben ist das weltberühmte goldene Antlitz von Tutanchamun zu Bruch gegangen – genauer gesagt: der Spitzbart. Die Miesere hätten die Reinigungskräfte im Ägyptischen Museum in Kairo mit Klebstoff beseitigen wollen, sagten nun Konservatoren des Museum der Nachrichten Agentur AP. Dabei stellten sich die Pechvögel allerdings weniger geschickt an.

"Sie wollten die Maske schnell wieder ausstellen und haben leider diesen schnelltrocknenden, irreversiblen Kleber genommen", sagte ein Konservator, der anonym bleiben wollte. Der Harzkleber sei bei der "Rettungsaktion" auch im Gesicht des Pharaos gelandet. Ein Kollege habe ihn daraufhin mit dem Spachtel abgekratzt. Das Resultat: Zwischen Bart und Kinn sei jetzt eine gelbliche Masse zu erkennen. Zudem habe der Spachtel einige Kratzer hinterlassen.

Sensationeller Fund

Der Pharao Tutanchamun erlangte spätestens 1922 Berühmtheit, als der Forscher Howard Carter seine Grabstätte im Tal der Könige bei Luxor in Ägypten fand. Seine Grabbeigaben werden im Museum für ägyptische Altertümer in Kairo ausgestellt. Das neue Highlight: die schlecht geklebte Totenmaske.