Tusk: "Wir können nicht allen Flüchtlingen die Türen öffnen"

Tusk: "Wir können nicht allen Flüchtlingen die Türen öffnen"
Bei einem Besuch auf Malta äußerte sich EU-Ratspräsident Donald Tusk zur Flüchtlingspolitik.
REUTERS, DARRIN ZAMMIT LUPI

"Sicherheit und Stabilität am wichtigsten"

Europa kann sich nach den Worten von EU-Ratspräsident Donald Tusk nicht allen Flüchtlingen öffnen. Zwar habe die Gemeinschaft die Pflicht, Migranten in Not zu helfen, "und das tun wir", erklärte Tusk bei einem Besuch beim maltesischen Regierungschef Joseph Muscat.

"Jedoch ist für uns die Sicherheit und Stabilität der Mitgliedstaaten wie Malta am wichtigsten. Wir können die Türen nicht jedem öffnen. Deshalb müssen wir handeln, um Menschen von der Entscheidung abzuhalten, ihre Heimat zu verlassen." Neben Italien ist Malta häufiges Zwischenziel von Bootsflüchtlingen, die über das Mittelmeer aus Krisenländern wie Syrien, Libyen oder dem Irak fliehen.