Tumblr, Whatsapp, Instagram: Das sind die Alternativen zu Facebook

© picture alliance / dpa, Rolf Vennenbernd

4. August 2015 - 10:59 Uhr

Die große Zeit von Facebook neigt sich dem Ende

Es ist mehr als ein Trend: Die große Zeit des mächtigen sozialen Netzwerks Facebook scheint zu Ende zu sein. Denn es ist vor allem die junge Generation, die sich abwendet.

In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Gesamtnutzer zwar gestiegen. Dies liegt aber daran, dass sich vermehrt ältere und sogar alte Menschen mit dem Netzwerk befassen. Doch die Jugend verschwindet: Der Prozentsatz der Nutzer zwischen 13 und 17 Jahre an der Gesamtnutzerschaft ging in den USA deutlich zurück. Ein Trend, der mit etwas Verspätung auch nach Deutschland schwappen könnte.

Warum und wohin weichen die Jungen aber aus? Die Jugendlichen fühlen sich kontrolliert, sie suchen sich wieder Netzwerke mit mehr Privatsphäre. Hier zeigen wir Ihnen die bekanntesten neuen Trends!

WhatsApp, Instagram und ein Netzwerk für das Haustier

Tumblr: Auf die vom 25-jährigen David Karp gegründeten Plattform können die Nutzer Texte, Bilder, Links und Videos platzieren. Man kann Favoriten einrichten und wie bei Twitter anderen folgen. Ein sogenanntes dashboard macht die Einträge sichtbar.

WhatsApp: Ist eine der beliebtesten Chat-Apps für das Smartphone. Mittlerweile ersetzt der Dienst schon fast die SMS. Die App ist für alle gängigen Smartphones zu haben. Da die Nachrichten kostenlos über das Internet verschickt werden können, ist eine Internetflatrate zu empfehlen, damit hohe Kosten vermieden werden können. Außer Nachrichten kann man über 'WhatsApp' auch Bilder und Videos leicht verschicken. Das korrekte Senden der Nachricht wird mit einem Häkchen signalisiert, sobald der Empfänger die Nachricht auch auf das Gerät geschickt bekommen hat, so erscheint ein zweites Häkchen. Der einzige Nachteil ist jedoch, dass Videoanrufe dem User nicht zur Verfügung stehen.

Instagram: Dies ist ein Foto-Sharing-Netzwerk. Anders als bei anderen sozialen Netzwerken, werden ausschließlich Bilder mit kurzen Kommentaren gepostet und können kommentiert werden. Die App ermöglicht es die Bilder direkt zu schießen und mit diversen Filtern zu verbessern oder einen individuellen Anstrich zu verpassen. Anschließend wird das Bild direkt geteilt. Weltweit nutzen ungefähr 16 Millionen Menschen dieses Netzwerk und besonders bei Stars ist der Dienst beliebt, da sie ihren Fans Einblicke aus dem privaten Leben zeigen können. Instagram verlässt sich hauptsächlich auf die Nutzung in der App. Vom PC aus hat man nur beschränkten Zugriff zu den Funktionen.

Snapchat: ist eine App für Smartphones und Tablets. Ähnlich wie 'WhatsApp' lassen sich Texte und Bilder an Freunde verschicken. Das Besondere daran ist jedoch, dass diese Texte und Bilder wenige Sekunden nach dem Lesen wieder verschwinden sollen. Sie löschen sich selbst und sollen im optimalen Fall nicht mehr hergestellt werden können.

Path: Gibt es seit 2010, es wurde vom Napster-Entwickler Shawn Fanning aufgebaut. Auch hier wird geteilt, getauscht und kommentiert. Fotos hochladen ist natürlich auch möglich. Es ist nicht möglich, mehr als 150 Freunde zu haben. So sollen Informationen in einem exklusiveren Kreis kursieren. Damit seien die Kontakte hochwertiger, so das Unternehmen.

Pheed: Interessant ist hier, dass sich damit Geld verdienen lässt. Auch deshalb hat es schon einige prominente Nutzer wie Paris Hilton. Man kann seinen Account kostenpflichtig machen. Ansonsten wird bei Pheed auch geliked und kommentiert. Es geht aber nicht um private Kommunikation, sondern um eine Selbstdarstellung nach außen.

MySocialPetwork: Dies ist - man höre und staune - ein soziales Netzwerk für Tiere. Jeder Tierhalter kann sich und sein Haustier registrieren und mit anderen tierfreaks Erfahrungen austauschen. Natürlich können auch Fotos von den Tieren hochgeladen werden.

Ello: Das minimalistische Netzwerk ist derzeit nur mit einer Einladung nutzbar. Ello will sowohl vom Funktionsumfang als auch vom Design her simpel bleiben: Das schwarz-weiße Netzwerk erlaubt dem Nutzer, eigene Inhalte zu posten und andere zu kommentieren - mehr nicht. In der Nutzung fühlt es sich an wie eine Mischung aus Twitter und Pinterest. Das Besondere an Ello ist auch der Verzicht auf Werbung.