Türkei: Keine Finanzhilfen für Euro-Krisenstaaten

15. Februar 2016 - 0:52 Uhr

Der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan lehnt Finanzhilfen seines Landes für Euro-Krisenstaaten ab. "Wir werden nichts tun, was die türkische Stabilität in Gefahr bringt", sagte Erdogan der 'Bild'-Zeitung. Seit seinem Amtsantritt 2003 sei die türkische Verschuldung von 73 Prozent der Jahreswirtschaftsleistung auf 45 Prozent gesunken. "Wir gehen von unserer Finanzdisziplin nicht ab", so Erdogan.

Bei einer Aufnahme in die EU würde die Türkei nach den Worten ihres Ministerpräsidenten prüfen, ob sie dem Euro beitreten würde. "Die Türkei würde es nicht den Briten nachmachen und prinzipiell Nein sagen", sagte Erdogan, der erneut die fehlende deutsche Unterstützung für einen EU-Beitritt beklagte. "Die Türkei wendet sich nicht von Europa ab. Aber wenn Europa uns wegen einiger Länder die kalte Schulter zeigt, müssen wir uns natürlich grundsätzlich Gedanken machen."