Türkei hilft jesidischen Flüchtlingen im Irak

200.000 Jesiden vor IS-Terrormiliz auf der Flucht
Jesidische Vertriebene suchen in Notunterkünften Schutz vor der Gewalt islamistischer Gewalttäter.
REUTERS, STRINGER/IRAQ

200.000 Menschen vor IS-Terrormiliz auf der Flucht

Nach der Flucht von Angehörigen der jesidischen Minderheit vor der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Nordirak lässt die Türkei den Flüchtlingen humanitäre Hilfe zukommen. Türkische Hilfspakete würden von irakischen Helikoptern über dem Zufluchtsgebiet abgeworfen, sagte der türkische Außenminister Ahmet Davutoglo.

Er nannte die IS-Angriffe auf die Jesiden eine "humanitäre Tragödie". Im Sindschar-Gebirge sind nach UN-Angaben 200.000 Menschen vor IS auf der Flucht. Bei den meisten Flüchtlingen handelt es sich um Jesiden. Die Anhänger dieser eigenständigen monotheistischen Religion werden von IS als "Teufelsanbeter" verunglimpft.

Die radikal-islamische Terrorgruppe Islamischer Staat erobert immer mehr christliche Ortschaften im Nordirak. Papst Franziskus rief die internationale Gemeinschaft in einem flammenden Appell zu einem verstärkten Einsatz für die von Gewalt und Vertreibung betroffenen Menschen in der Region auf.Wegen der Krise im Irak hat der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen in New York eine Sondersitzung einberufen.