Türkei fürchtet nach Dammbruch Giftkatastrophe

15. Februar 2016 - 0:44 Uhr

Türkische Arbeiter kämpfen nach zwei Dammbrüchen am Rande einer Silbermine gegen eine drohende Giftkatastrophe. Zyanidhaltige Abwässer der Anlage, die etwa 34 Kilometer von der Provinzhauptstadt Kütahya entfernt liegt, würden nur noch von einem letzten Damm zurückgehalten, berichteten türkischen Fernsehsender. Arbeiten zur Verstärkung der Barriere liefen.

Nach Angaben der Behörden war die Situation am Montag aber weitgehend unter Kontrolle. Türkische Medien berichteten, es würden Pläne für eine mögliche Evakuierung der Bevölkerung diskutiert. Anfang 2000 war im nordwestrumänischen Baia Mare, unweit der ungarischen Grenze, ein Reservoir mit zyanidhaltigem Klärschlamm aus einem Goldbergwerk geborsten. Die Giftwelle hatte im ungarischen und serbischen Abschnitt der Theiß ein massives Fischsterben ausgelöst.